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15.12.2011 – Flucht in die Freiheit

Berliner S-Bahn Baureihe 475

Berliner S-Bahn Baureihe 475

Bahnhof Wuhlweide 2011

Bahnhof Wuhlweide 2011

„Kaum waren die Meldung über die Rückkehr der Berliner Mauer bei der Bevölkerung angekommen und die Züge der Berliner S- Bahn gestoppt worden, verließen viele Menschen fluchtartig die Wagen, um auf den Gleisen so schnell wie möglich in die Freiheit zu kommen, bevor dies nicht mehr möglich sein würde.“

So könnte ein Artikel heute in der Zeitung stehen, denn dazu passen die Bilder die es gestern auf allen Kanälen gab. Die S-Bahn war komplett ausgefallen! Zu Zeiten der Guttenbergs, Wulfs und Brauns, wundert es dann auch nicht, dass der Zustand unserer S-Bahn vom Betreiber (Bahn AG) auch nur beschönigt wird. Tatsächlich gibt es keinen Tag ohne größere Pannen, ohne Verspätungen oder unvorhergesehenen Zugausfällen. Übervolle Züge sind schon lange an der Tagesordnung. Armseliges Berlin.

Auf Wikipedia werden die Fahrgastzahlen für das Jahr 2008 mit 388 Mio. Passagieren angegeben. Diese Zahl liegt nur knapp unter der Passagierzahl von 1936 (über 4 Mio.), allerdings lediglich in der Zeit der Olympischen Spiele vom 28. Juli bis 18. August.
1943 war dann das Rekordjahr für die S-Bahn. Es wurden in diesem Jahr 737 Mio. Fahrgäste transportiert. Damals – ohne Computer – im 2-Minuten-Takt.

Zu Zeiten des bedingungslosen Profits, ist der Mensch wohl das letzte was die Konzerne interessiert. Aber nicht nur Berlin ist pleite. Auch landesweit ist das SOZIALKAPITAL dramatisch gesunken. Wie gut schmeckt wohl ein Weihnachtsbraten aus Geldscheinen?

Rikscha fahren – immer ein Vergnügen.

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