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Bye Bye BER – Adieu Berliner Schloss

Im Baustadium

Im Baustadium

Im April hatte ich über die Schließung des alten Flughafens geschrieben.

Am 02. Juni 2012 sollte er geschlossen werden. Nach mehreren Verschiebungen und drastischen Problemen und Ver(s)teuerungen haben sich nun die Betreiber entschlossen, dieses Projekt zu begraben und den Bau abzureißen. Wie jetzt bekannt gegeben wurde, könne man die zahlreichen Baumängel und Fehlplanungen nicht mehr in einem angemessenen, finaniellen und zeitlichen Rahmen beheben.

Als günstigste Lösung wurde nun der Ausbau von Tegel beschlossen. Mit einen Kostenaufwand von 1,5 Mrd € (1.500.000.000 €) wird man den bereits bestens funktionierenden Flughafen Tegel mit den ursprünglich geplanten, zusätzlichen, sechseckigen Terminals erweitern. Dadurch ist dieser Flughafen optimal für die Zukunft gerüstet. Diese dann neu geschaffenen Kapazitäten werden die des neuen, imaginären Airports BER leicht und konkret in den Schatten stellen. Auch einen U-Bahnanschluß an die U7 wird man mit dieser Summe zusätzlich realisieren.

Es ist einzigartig, dass Politiker und Planer ihre Fehlleistungen und die Blamage eingestehen, nicht in der Lage gewesen zu sein einen Flughafen zu bauen. Ebenso sind der (Wiederauf-) Baubeginn des BERLINER STADTSCHLOSSES bis auf weiteres verschoben worden. Man sei auf der Suche nach einem kompetenen Aufsichtsrat für dieses Projekt.

Nach dem Berliner Desaster kündigt sich nun der nächste GAU für den umstrittenen Bahnhof S21 in Stuttgart an. Die im Zuge der Schlichtungsgespräche im Herbst 2010 zugrunde gelegten Baukosten in Höhe von ca. 4 Mrd. €, werden nun mit 6,8 Mrd. Euro um knapp 2 MRD. € höher geschätzt. Nun wird sich Bahnchef Rüdiger Grube viele kritische Fragen gefallen lassen müssen, denn er hat stets erklärt, Stuttgart 21 rechne sich nur, wenn das Projekt nicht mehr als 4,7 Milliarden Euro kostet. Um sich für die Diskussion zu wappnen, hat Grube auch die Kosten für einen Abbruch der Arbeiten berechnen lassen: Sie belaufen sich auch auf zwei Milliarden Euro. Ähnlichkeiten mit Berlin sind rein zufällig.

Rikscha fahren – immer ein Vergnügen.

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