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Nicht an einem Tag erbaut

Am Bahnhof Bellevue

Am Bahnhof Bellevue

Gestern bin ich mit meiner Freundin seit längerem einmal wieder mit dem Auto durch die Stadt gefahren. Kreuz und Quer. Ich liebe es an einem verschlafenen Sonntag die leeren Straßen zu genießen. Leider war es mit dem Genuss nicht soweit her. Der Zustand unsere Straßen ist erbärmlich. Durchgehend sind riesige Löcher allüberall. Man rumpelt und pumpelt über den Asphalt wie über einen Acker. Rund um den Hauptbahnhof sieht es auch wie auf einem fremden Planeten und die seit Jahren andauernden Verkehrseinschränkungen scheinen für die Ewigkeit gemacht zu sein.

Auch sonst herrscht in der Stadt eher das Bild einer Dauerbaustelle. Alles macht den Eindruck eines großen Durchführungs-Staus. Der Stillstand des leidigen Flughafens scheint mir da nur ein Paradebeispiel eines Schwebezustands zu sein. Horst Amann, Technikchef vom BER in der Abendschau vom 05.02.2013: „Es wird 1-2 Jahre dauern bis wir die Probleme in den Griff bekommen werden. Wir reissen nicht ab. Es gibt keine neue Katastrophe“. Wer´s glaubt…

Es kommt mir so vor, als ob in der Hektik der Zeit niemand den Anschluss an die Zeit verpassen möchte. Dabei hat Berlin einfach nur 20 Jahre Entwicklung verschlafen. Überall wird eifrig Neues begonnen und alle warten ungeduldig, dass irgendetwas einmal fertig wird. Berlin als ständiges Provisorium. Berlin als Mondlandschaft.

Nun verstehe ich auch die vielen SUV – Besitzer. Geländewagen scheinen mir ein adäquates Verkehrsmittel zu sein in diesen Zeiten. Aber nach dem Winter kommt meistens ein neuer Frühling. Und dann ist es wieder Zeit für entspanntes Reisen in der Rikscha abseits der nervigen Baustellen und schlechten Wegen. 🙂

Rikscha fahren – immer ein Vergnügen.

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