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Camera Restricta

Viele moderne Menschen lagern heutzutage all´ ihre Erinnerungen gerne in einer Cloud.

Ob Musik, Reisefotos, Fotos vom Essen, unsere sonstigen Erlebnisse, aber auch Telefonnummern, unsere Standorte, sehr Privates, und vor allem unser Wissen lagern wir in das Internet aus. So gibt ein großer Teil der Menschheit seine Unabhängigkeit ab. Alles wird abhängig von einem guten Empfang nach „Oben“.

Sogar die gute, alte Photographie ist zur Massenbeschäftigung geworden.

Um diesen Menschen wieder einen angemessen Umgang mit dem Auslöser so verhelfen hat Philipp Schmidt nun eine digitale Form der alten Analogtechnik erfunden. Die Camera Restricta sperrt den Auslöser, sobald ein Objekt bereits zu oft fotografiert worden ist. So können Sie sich schenken ein 85 millionstes Foto vom Brandenburger Tor zu machen und es auch noch zu veröffentlichen. Stattdessen können Sie dieses Motiv einfach im Netz runterladen.

Eine gute Möglichkeit wieder zu üben, den Kopf einzuschalten bevor Sie den Auslöser drücken. Damit können Sie sich vom Druck freimachen alles zu konservieren und kommunizieren zu müssen was Ihnen vor die Linse kommt. Lächerliche Posen vor Sehenswürdigkeiten sind damit passé.

Es lebe der Moment ohne die Begrenzung eines Suchers oder eines Displays.

„Leben ist dass, was außerhalb deines Displays stattfindet.“

„Camara Restricta“

„Die 4. Revolution“

Rikscha fahren – immer ein Vergnügen.

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