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Mut in Berlin ?

In meiner Kindheit hieß es: „ Alles was in Amerika ist, kommt erst in 7 Jahren hierher“. Das war lange vor der Globalisierung. Damals hatten wir Vorräte für mindestens 4 Wochen im Keller (lecker Dosenrindfleisch) 😉 , falls die bösen Russen doch kommen würden. Auch davor schütze uns die Mauer; und auch vor der rohen, echten Welt einer Großstadt. So war Berlin das größte und sicherste Großstadt-Dorf der Welt.

Wie ist es heute?

Heute wird Reizgas in Drogeriemarktketten verkauft, um das Sicherheitsbedürfnis der Menschen zu bedienen. Mehr Videoüberwachung, Gesichtserkennung, mehr Waffenscheine, extreme Gewaltbereitschaft selbst bei geringsten Anlässen, sichtbare Armut, soziale Ängste, Neid und Hass sind an der Tagesordnung. Das Konzept der Angst scheint den größten Profit zu versprechen.

Mit der neuesten Idee unseres Innenministers ist – dass wir wieder Vorräte für den Ernstfall anlegen sollen (Schon wieder!) – ist der amerikanische Charakter der Politik der Verbreitung von Angst endgültig bei uns angekommen. Angst vor Terroranschlägen, vor Krieg, vergiftetem Trinkwasser, einem Blackout mit Kontrollverlust auf allen Ebenen, Angst vor Naturkatastrophen oder dem „Burkini“.

Na dann: auf in den Kampf… 

Hier das beschlossene Konzept des Ministers zur Notfallversorgung:

Strategie: Die vom Kabinett verabschiedete neue Strategie zur zivilen Verteidigung, in der es unter anderem um den Schutz wichtiger Infrastrukturen wie der Versorgung mit Wasser, Strom und Gas geht, löst ein Konzept aus dem Jahr 1995 ab. Es hat vier Ziele: die Aufrechterhaltung von Staat und Regierung, den Zivilschutz, die Versorgung der Bevölkerung sowie die Unterstützung durch die Streitkräfte.

Alarmsysteme: Der Selbstschutz der Bürger (Erste-Hilfe-Kurse) soll verbessert werden. Ein funktionierendes Alarmsystem (möglicherweise Apps) und die schnelle Übermittlung von Verhaltensregeln sollen dafür sichergestellt werden.

Cyberangriffe: Zweimal ist die deutsche Politik seit 2015 bereits zum Ziel solcher Angriffe geworden: der Bundestag und die CDU-Zentrale in Berlin. De Maizière diagnostizierte „eine wachsende Verwundbarkeit der Infrastruktur“, insbesondere der Stromversorgung.

Hamsterkäufe: Die Bevölkerung solle Teile der Zivilverteidigung selbst übernehmen, sagte de Maizière. Ein Aufruf zu „Hamsterkäufen“ sei ein falsches Signal. „Wir wollen starke Bürger, die in Freiheit leben wollen.“ Die seit einigen Tagen kursierende Checkliste des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) war als Aufruf zu „Hamsterkäufen“ interpretiert worden. „Vorrat anzulegen ist sinnvoll“, sagte BBK-Chef Christoph Unger. „Das hat nichts mit Hysterie und Panikmache zu tun.“

Checkliste: Neben einem Grundvorrat an Getränken und Lebensmitteln für 14 Tage sowie einer Hausapotheke sollen Bürger für den Katastrophenfall Hygieneartikel bevorraten: Seife, Zahnbürste, Einweggeschirr und Besteck, Haushalts- und Toilettenpapier, Müllbeutel, eine Campingtoilette!, Haushaltshandschuhe und Desinfektionsmittel. Laut BBK sollten pro Person 28 Liter Getränke und 4,9 Kilo Lebensmittel bevorratet werden.

Notgepäck: Eine Mappe mit wichtigen persönlichen Dokumenten sollte für Krisenlagen griffbereit sein, ein Batterieradio, Reservebatterien, Decken, Schutzkleidung, Wäsche, warme Kleidung, eine Taschenlampe, Dosenöffner, Taschenmesser, Kerzen, Teelichter, Feuerzeug und ein Campingkocher.


Rikscha fahren – immer ein Vergnügen.

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