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Das tägliche Sterben der Radler

Neue Blumen und Radwege sind in Berlin nach der Wahl bald Standard

Wunderbare Radwege mit Blumenschmuck werden in Berlin nach der Wahl bald Standard sein, oder nicht?

Fast jede Woche stirbt in Berlin ein Mensch unter einem Laster. Vor 2 Jahren wurde – aufwendig und teuer – vom Senat eine Umfrage über die gefährlichsten Ecken für Radfahrer in Auftrag gegeben und ausgewertet. Bis heute hat sich jedoch kaum etwas geändert. Als Paradebeispiel muss immer wieder der Moritzplatz herhalten. Dort ist es wirklich ein bisschen sicherer geworden. Rund um meine Wohngegend sind in der letzten Woche Fahrradlogos auf den 60 Jahre alten Radwegen aufgetragen worden. Somit wissen nun wenigstens die Fußgänger und Touristen, dass die roten Wege nicht für sie, sondern für Radfahrer gedacht sind.

Für zeitgemäße, angemessene Investitionen in die heute notwendige Infrastruktur fühlt sich keine unserer Parteien zuständig. Dabei ist das Fahrrad doch heutzutage DAS Fahrzeug für moderne, umwelt- und gesundheitsbewusste Städter/innen.

Ich frage mich, warum z.B. am Potsdamer Platz bis heute Nichts geschehen ist. Gerade zu diesem Platz gab es zig Hinweise aus der Bevölkerung und auch schon Tote! Die Fahrradspuren rot zu markieren wäre ein Leichtes und könnte unverzüglich und kostengünstig  die Gefährlichkeit mancher Ecken mit viel Verkehr drastisch reduzieren. Dadurch würden sicherlich einige Kraftfahrer auf die Verkehrsteilnehmer aufmerksam gemacht werden, die so gerne „übersehen“ werden. Ich selbst hatte großes Glück, dass trotz nagelneuem Radweg und bester Sicht des Lastwagenfahrers  „nur“ eine Hand-OP und der Kauf eines neues Fahrrads nötig wurde, nachdem ich „übersehen“ worden war!

Grundsätzlich braucht es einfach dringend mehr Achtsamkeit, viel mehr Freundlichkeit und vor allem AKZEPTANZ aller Verkehrsteilnehmer untereinander und eben nicht nur Regeln und Gesetze, die sowieso kaum noch jemanden zu interessieren scheinen. Das Recht des Stärkeren gehört endgültig in die Mülltonne.

Und was sind schon unsere Probleme gegen die von den Menschen im Krieg?

Kleine Probleme werden manchmal zu großen Problemen…und umgekehrt!

Ein Situationsbericht

Rikscha fahren – immer ein Vergnügen.

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