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Ostergrüße aus MOAB-IT

Foto: Reuters

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Bisher bezeichnete der Begriff MOABIT einen Arbeiterbezirk in Berlin.

Wikipedia sagt: „Die Herkunft des Namens Moabit wird auf die ersten Bewohner dieses Gebietes, die Hugenotten, zurückgeführt. Die französischen Glaubensflüchtlinge nannten ihren neuen Wohnsitz in Anlehnung an das Alte Testament terre de Moab, weil sie hier ebenso Zuflucht fanden wie Elimelech und die Seinen im Land der Moabiter. Erklärungen, nach denen der Name Moabit spotthalber aus la terre maudite (verfluchtes Land) wegen seines sandigen Bodens entstand, oder, ob die Siedler, vom Nichtgedeihen ihrer auf dem sandigen märkischen Boden angepflanzten Maulbeerbäume enttäuscht, ihn nach dem biblischen Lande Moab wegen seiner Wüstenähnlichkeit wählten, oder ob er vom slawischen moch abzuleiten ist, gelten als nicht haltbar. Eine weitere Theorie besagt, dass die Hugenotten das Gebiet als mon habit bezeichneten, was eine verkürzte Version von mon habitation sein soll, das im Deutschen mit „meine Wohnstätte“ wiedergegeben werden kann.“

Dort wo die Fabrik von PEACHbrot stand, steht heute der s.g. MOA-BOGEN. Ein Flagschiff von EDEKA mit angeschlossenem Hotel und einem großen Parkhaus. Eine typische Fehlplanung, denn die Geschäfte und das Parkhaus dort stehen meistens leer.

Nun gibt es eine neue Verwendung des verkürzten Begriffes. MOAB – Mother of all bombs. Mit 8000 Kilogramm Sprengstoff die größte nichtatomare Bombe der Welt.

Samstag, 15.04.2017 22:37 Uhr

Mehr als zwanzig Stunden warteten syrische Flüchtlinge in der Nähe von Aleppo auf ihre Weiterfahrt, dann explodierte eine Bombe neben ihrem Bus: Bei einem Selbstmordanschlag auf einen Konvoi evakuierter Menschen sollen Dutzende Zivilisten getötet worden sein. Die Syrischen Weißhelme berichten auf Twitter von mehr als 100 Toten.

Frohe Ostern!

Rikscha fahren – immer ein Vergnügen.

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