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Besuch aus Bejing

Zitat des Kollegen Werner: „Mit Menschen in Kontakt zu kommen ist immer eine gute Idee.“ So ist es wohl. Und umso entspannter ich bin, desto mehr liebevolle und nährende Kontakte habe ich auch.

So auch mal wieder heute. Es stand auf der Kippe. Nach dem Morgenkaffee war ich kurz in der Versuchung den schönen Sommertag zu verschwenden, indem ich einfach zu Hause bleiben wollte. Ein kleiner, wacher Moment sagte mir, dass es zu nichts führen und raus zu gehen sehr viel sinnvoller sein würde. So ging der Tag dann schließlich  (von oben gelenkt?) um 09:30 Uhr los. Es sollte ein wundevoller Sommertag werden! Der frische Wind und besonders die vielen Kontakte mit Menschen waren sehr schön.

So fuhr ich zunächst 2 CHINESINNEN zum Schiffsanleger am Dom, was wirklich eine Besonderheit ist, weil Asiaten fast nie Rikscha fahren. Anschließend ein Paar. Der Mann kam aus Brasilien und die Frau aus Bangkok. Beide leben in Nordirland – also genau in der Mitte ihrer Herkunftsländer. Nachdem wir das Fenster von Michael Jacksons Baby im Adlon fotografiert hatten, ging es zum Reichstagsgebäude. Leider hatten sie ihre Pässe nicht dabei, so dass sie nicht hineingehen gehen konnten. Safety first!

Am Alex kam dann NELLI (wie Nelly Furtado) – eine wunderhübsche, junge Russin aus Karlsruhe die Abenteuer in Berlin suchte.  😉

Später, am Abend hatte ich am Brandenburger Tor ein wunderbares Gespräch mit „Alex from Califonia“, der mir sehr klar erklärten konnte warum Herr Trump an die Macht gekommen war. Es war tatsächlich die verkorkste Krankenversicherung von seinem Vorgänger. Er hat Arbeit, deswegen kann er die 2.000 $ im Jahr vorstrecken. Wer aber kein Geld hat ist raus! Der Kollege Knut hat es hier sehr gut beschrieben. Und das Grundproblem wäre die mangelhafte Bildung in Amerika. Er meinte, trotzdem wäre nicht alles schlecht in seinem Land – es gäbe auch viel Gutes. Als ich erwiderte: „Ja – die Musik“, waren wir sofort ein Paar. Schließlich käme er aus Kalifonien, dem Land der Musik, der Freiheit und der Sonne!  Und dort waren die Menschen nach der Wahl genauso entsetzt wie nach 9/11. Eine Woche waren alle in Schockstarre und niemand hat gesprochen vor Schreck was die Mitte des Landes angerichtet hatte. Alex bleibt nun 3 Monate in Deutschland und hat zum Abschied seinen Freunden gesagt er hoffe dass, … weiter kam er nicht, weil wir beide in ein herzhaftes Gelächter ausbrachen. Natürlich wusste ich sofort was sein Wunsch gewesen war, denn auch ich denke die Tage von Herrn Trump sind von Anfang an gezählt. Eine herrliche Begegnung!

Am späten Abend des Tages kamen noch 3 Polizeiwagen mit Blaulicht zum Zoo-Palast angebraust. Der Alarm entpuppte sich als Fehlalarm  – Gott sei dank. Nicht schon wieder dort!

Um die Ecke gab ich einem Flaschensammler meine leeren Wasserflaschen mit der Bemerkung, dass diese leider GROSS wären, was immer ein Platzproblem bedeutet. Kleine Flaschen sind effektiver!

Er bedankte sich und fragte: „Kommst du aus Hamburg?“

Ich: „ Nein, wieso?“

Er: „Weil Du so locker bist.“

Ich: „ Ja, die ALTEN (West-) Berliner sind es schon.“

Ein schönes Ende einer langen Schicht.

Rikschatherapie.

Eine Fahrt mit der Rikscha ist eben immer ein Erlebnis!

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