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Sommer ´89

Bald ist sie da. Die Wahl. Wie viele Menschen auf der Welt würden nur zu gerne dieses Recht haben und nutzen. Zu wählen. Wirklich zu wählen. Aber wem kann ich vertauen? Wer wird meine Interessen vertreten? Versprechen über Versprechen. Deutschland den Deutschen! Oder Gerechtigkeit? Meine Nachbarn tuscheln immer öfter fast schamhaft über eine neue Partei, welche die Beste wäre. Die da müssen weg. Die da oben müssen weg. Leise und verborgen wirkt ein Gift. Das alte Gift der Ausgrenzung. Und der Angst. Der Angst zu kurz zu kommen. Da sind Sündenböcke gerade recht.  Heimlich still und leise werden die Messer gewetzt – wie damals. Unter dem Deckmantel einer Opposition ist es warm und gemütlich. Das darf man doch wohl sagen. Noch unter der Hand. Aber es wächst wie ein Geschwür. Wieder. Keine Chance für die Liebe. Nur Hass. Kampf. Wahlkampf. Mein Kampf. Keine Diskussion. Nur Propaganda. Und Angst schüren. Angst selbst ausgegrenzt zu werden. Dann lieber mitlaufen. Oder besser noch gleich mitmachen. Aus Angst – aus Dummheit – aus Hilflosigkeit. Oder aber auch Schweigen. Stillschweigen. Leise zustimmen. Wieder… Die Anderen waren schuld … damals im Mai 45.

R.I.P. Holger

Rikscha fahren. Ein wunderbares Gefühl von Freiheit. Fliegen durch die Stadt.

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