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Ebertstraße

Anonymer Hund mit Brandenburger Tor

Direkt vor dem Mahnmahl für die Opfer des Holocaust fiel mir gestern eine Gruppe von osteuropäischen Bettlerfrauen auf, die unsere Touristen in betrügerischer Absicht massiv belästigen. Dieses Mal hatten 7 Frauen einen asiatischen Mann umringt und hielten ihn fest. Er hatte wohl mutmaßlich zu viel gegeben und nun wollten sie noch mehr. Das ist ihre Masche. Hilflos versuchte er weglaufen, aber sie hinderten ihn daran. Niemand der zahlreichen Menschen dort griff ein. Also hielt ich an und schrie so laut ich konnte: „STOP!“. Sofort ließen sie ihn los und nun war ich das Ziel ihrer Beschimpfungen.

Die von mir angerufene Polizei sagte mir sinngemäß: „Na, wenn wir kommen, dann rennen sie ohnehin in alle Richtungen weg. Die rennen dann in den Park, da können wir sie mit dem Auto nicht verfolgen. Wir haben keine freien Kapazitäten für so etwas und heute ohnehin viel zu tun (NPD – Aufmarsch). Ich sitze hier seit 6 Uhr morgens und kann Ihnen sagen…  Unsere Gesetze geben auch nicht viel her um dieses Treiben zu unterbinden. Aber danke für ihren Anruf und einen schönen Tag noch“.

100 Meter weiter – direkt unter dem Brandenburger Tor – kontrollierten 2 Beamte der Berliner Fahrradstaffel einen harmlosen Brezelverkäufer und nahmen seine Personalien auf, während im Hindergrund, am Rande des Tiergartens, die o.g. Damen vollkommen ungestört weiter ihr „Geschäft“ betreiben konnten. Zur selben Zeit standen auf dem Pariser Platz vor der Amerikanischen Botschaft ein halbes Dutzend große Einsatzwagen der Polizei mit vielen, vielen Beamten. Die zogen es aber vor, während ihrer Bereitschaft im Fahrzeug gemütlich zu dösen, mit dem Handy zu spielen und/oder zu essen.

Det is Berlin – wa!

Rechtsstaat – olé!

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