Blog-Archive

Oberflächengeilheit

Wasseroberfläche am Baan Nam Kem Pier

Am Freitag wurde weltweit wieder gegen die fortgeschrittene Zerstörung unserer Umwelt demonstriert. Die Jugendlichen sind erwacht. Unser Schulsystem beschert uns kluge, gebildete Nachkommen, die sich nun nicht länger vertrösten lassen wollen mit dem Umweltschutz – und dass ist gut so.

Es treibt mir fast Tränen in die Augen zu sehen, das meine Anliegen von damals nun endlich einen erneuten Ausdruck finden. Ob sie auch Gehör und Unterstützung finden bleibt abzuwarten. 40 Jahre sind vergangen. 40 verschenkte Jahre. Die Ideen kannten bereits wir. Die Techniken gibt es schon lange. Aber 40 Jahre lang wurde der  der Zerstörung der Umwelt, der Ausbeutung des „Humankapitals“, der Sicherung der Macht der Mächtigen Vorrang gegeben.

Wen wundert es da, dass die Politiker auch jetzt versuchen den Demonstrierenden die Qualifikation abzusprechen, versucht wird diese Menschen zu diskreditieren und stattdessen lieber über die Schulpflicht zu diskutieren. Pah! Da brauchen wir eine passende Ideologie: „Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen.“ (Franz Müntefering, 2016)

„Es bleibt die Tatsache, dass sie dafür die Schule schwänzen“, sagte Kramp-Karrenbauer. Wenn ihre eigenen Kinder im Alter wären, an diesen Protesten teilzunehmen, würde AKK ihnen keine Entschuldigung für die Fehltage schreiben. BRAVO! JAWOLL! Das faule Pack soll erst mal was lernen…

Besser kann das Desinteresse am wichtigsten Thema der Menschheit – dem Erhalt unserer Erde – und das verzweifelte Ringen um den eigenen Machterhalt nicht ausgedrückt werden. Schämt Euch!

Ob sich die meisten Menschen weiterhin mit den zahlreichen glänzenden Oberflächen und dem Konsum zufrieden geben und/oder aus Angst oder Gier nur den eigenen Vorteil suchen werden, wird entscheidend sein ob unsere Nachfahren eine lebenswerte Erde erleben werden oder nicht.

Ein lieber Kollege, der schon lange in Tibet glücklich und zufrieden lebt, hat mir folgende Links zugesendet. Und das vom Logenplatz des Weltgeschehens  😉

„Wenn in ihrem Körper etwas kontinuierlich wächst, ist das keineswegs eine posive Entwicklung – dann ist es nämlich Krebs. Immer wenn wir Dinge kaufen die wir nicht brauchen, von Geld das wir uns leihen, um Leute damit zu beeindrucken, die wir nicht mögen, fallen wir auf diesen Wachstumswahnsinn herein. Das macht uns und die Erde krank.“ Hirschhausen am 12.03.2019

Dieser Beitrag wurde unter Tagebuch veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentare sind geschlossen.