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Notfall

Wir können die Welt nicht retten, indem wir uns an die Spielregeln halten. Die Regeln müssen sich ändern, alles muss sich ändern, und zwar heute.

Greta Thunberg, Klimaaktivistin

Schon zu meinen Schulzeiten war mir, vielen Mitschülern, Eltern und Lehrern klar, dass das System „ständiger Wachstum“ ein Weg in die Zerstörung der Erde; in die Zerstörung von der Gesellschaft war. Schon damals wussten wir von der Erderwärmung, der Energieknappheit, dem steigenden Meeresspiegel, der Kriegsgefahr und der Überbevölkerung – „der Gelben Gefahr“.

In den folgenden Jahrzehnten erlebte ich sehr oft wie zukunftsträchtige Erfindungen vehement verhindert worden sind – und bis heute werden – sobald sie keinen oder nicht genug Profit abwerfen. Wir träumten lieber von einem Musiksystem was ohne Abnutzung und Qualitätsverlust funktionieren würde oder von der Nutzung der Sonnenenergie oder von Wasserstoff als Hauptenergie. Wir träumten von Gerechtigkeit und einer klug und solidarisch handelnden Menschheit.

Damals wie heute wurden/werden wir als (Öko-)Spinner oder Linkes Gesindel beschimpft. „Geh doch nach Drüben, wenn es Dir hier nicht passt“, war ein oft genutzter Satz in Berlin.

Nun sind 40 Jahre vergangen und nach vielen Jahren der sinnlosen Ressourcenvernichtung  und einer erfolgreich durchgeführten Globalisierung ist endlich die Jugend erwacht. Heute – 30 Jahre nach der friedlichen Revolution in der DDR – muss sich wieder zeigen, ob es erneut möglich sein wird, die Mächtigen in unserem Land und der gesamten Welt zu einem wirklichen Umdenken und schnellem Handeln zu zwingen um die Menschheit und nicht das Kapital zu retten.

Viel Zeit ist ungenutzt vergangen und nun ist sie knapp…

Gott schütze uns vor Krieg, Hunger, Lieblosigkeit, der Berichterstattung vom Münchner Oktoberfest und vor geschmacklosem Eis aus Florida.

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