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Brüssel als Vorbild?

Am 4. Mai sendete die „Lügenpresse“ einen Beitrag über eine spektakuläre, verkehrspolitische Wende ich Brüssel. Ab sofort ist dort die gesamte Innenstadt zur Menschenzone erklärt worden. Fussgänger, Kinder und Radfahrer haben Vorrang. Autos dürfen nur noch 20 km/h fahren. Die Reaktionen auf die Pläne sind allerdings gemischt. Eine Anwohnerin findet die Idee toll. Ein Taxifahrer meint, man müsse dann eben etwas vorsichtiger fahren, aber das werde schon klappen.

Vorsichtiger fahren? Taxifahrer? Autofahrer? Radfahrer? In Deutschland für mich unvorstellbar. Die wunderbare Stille, gegenseitige Rücksichtnahme und Gelassenheit in der Stadt während des Lockdowns ist schon jetzt wieder fast vollständig dem normalen Wahnsinn gewichen. Die Menschen hetzen fast noch mehr als vorher; egal auf welchem Verkehrmittel. Am dreistesten sehr oft die Radfahrer in voller Kampfausstattung und Helm. Eine „Alternative“ zu dem bisherigen Verkehrskonzept wird nach meiner Ansicht genau daran scheitern. Den großen EGOS in Deutschland.

Aber am gruselichsten finde ich, dass dieser große Schritt aus Brüssel in Richtung Vernunft nirgends weiter Beachtung findet. Es könnte ja ein „positives“ Beispiel sein. So ist dann eben doch alles wieder wie vorher. Wer am lautesten schreit bekommt die Aufmerksamkeit der Medien, Autos werden weiterhin in jeder Hinsicht gefördert und das Volk so ruhig gestellt wie nur möglich … mit Autorität, Geld, Netflix und um Gottes Willen bloß keiner Veränderung.

Hier ist ein gutes Beispiel vom Vatertag in Berlin mit den üblichen Verdächtigen zu sehen. Willkommen in den Tiefen der deutschen Seele. Motto des Berliner Senders 88.8: „Everybody hört´s“ 😉

Aber Rikscha fahren ganz ohne Musik ist und bleibt ein wunderbares Vergnügen.

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