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Camping in Berlin

Camping macht Freude

Als West-Berliner hatte ich das große Privileg mit meinen Eltern das Wochenende in einem Wohnwagen am Wannsee verbringen zu dürfen. In Berlin so einen Stellplatz am Wasser zu haben glich einem Hauptgewinn im Lotto. In den Sommerferien fuhren wir dann meistens nach Dänemark nach Fyn. Deswegen bin ich auch mit den Regeln auf Campingplätzen bestens vertraut.

Neulich habe ich im Internet als Fundstück der Woche einen Artikel gefunden der jungen Menschen die einfachsten Umgangsformen erklärt. Darin bekommen unsere Youngsters die Basics von Anstand und Rücksicht erklärt. Wie gut, dass es Menschen gibt die im Internet kostenfreie Nachhilfe in Erziehungsfragen geben. Zusammengefasst lauten also die wichtigsten Regeln wie folgt:

  1. Besser keine Party machen vor dem Zeltaufbau
  2. Einen guten Schlafsack verwenden. Qualität zahlt sich aus.
  3. Das Zelt in keine Kuhle stellen – könnte nass werden.
  4. Die Musik nicht zu laut stellen wegen der Nachbarn.
  5. Auch nicht „aus Versehen“ die Zeche prellen.
  6. Keinen Müll herum liegen lassen.
  7. Hin und wieder die Augen vom Handy nehmen und die Zeltnachbarn grüßen.
  8. Ein schickes Outfit ist überflüssig und nicht notwendig.
  9. Die Kreditkarte bei Kleinstbeträgen ist nicht angesagt auf dem Land.
  10. Stirnlampen sind praktisch.
  11. Das Zelt nur trocken einpacken oder später unbedingt trocknen lassen.

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Ach ja; und dann war da noch die Demo am Brandenburger Tor die das Ziel hatte auf die seit 3 Monaten vollkommen vergessenen Menschen in den Flüchtlingslagern der EU aufmerksam zu machen. Eine handvoll sehr junger Menschen harrten friedlich 2 Tage lang dort aus und suchten ab 12 Uhr mittags Schutz vor der Sonne im Schatten ihrer Zelte welche symbolträchtig verkehrt herum aufgehängt worden waren. Aber die vielen Touristen interessierten sich kein Stück dafür. Die waren beschäftigt damit vor dem Tor für ihre Fotos zu posieren… Auch wichtig.

Leave no one behind

„So ist das System, es ist nicht perfekt, aber das Beste, was wir haben, sagen Leute, die keine Utopien haben.“

– Sibylle Berg –
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