• Tagebuch

    82 % – Plan übertroffen

    Heute endet der Testbetrieb am BER. Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup hatte zuvor deutlich gemacht, dass die Testläufe keine schwerwiegenden Mängel zu Tage gefördert haben. Zugleich dämpfte er die Erwartung, dass bei der Inbetriebnahme alles glatt laufe. „Es wird sicherlich nicht alles hundertprozentig funktionieren“, sagte Lütke Daldrup nach einer Aufsichtsratssitzung am Freitag. Große Schwierigkeiten werde es aber nicht geben. „Die wesentlichen Prozesse sind solide vorbereitet.“ Die Erfolgsquote beim Probebetrieb habe bis dahin bei gut 82 Prozent gelegen. 80 Prozent sei das Ziel gewesen. Na dann viel Glück beim Einchecken! Hauptsache das Fluggerät von Easy Jet hat 100 % Beinfreiheit. 😉 Billigflug olé! Passt zu Berlin. Hier ein Erfahrungsbericht Zeitgemäßes Interieur eines…

  • Tagebuch

    R.I.P. TXL

    Nachdem auch ich immer wieder auf die mehrfach angekündigten Schließungen unseres geliebten Flughafens hereingefallen bin und sogar darüber berichtet hatte, ist nun klammheimlich, still und leise der Bertrieb dort eingestellt worden. Ab sofort sind die Hallen dort verschlossen und bewacht. Zu viele wehmütige Berliner*innen wollten dort laut Management „spazieren gehen“. Wie gut, dass ich dies vor 6 Wochen noch einmal getan habe – in weiser Voraussicht auf genau diese hinterlistige Schließung ohne weitere Vorankündigung. Dies Vorgehen passt aber sehr gut zu dem ganzen unorganisierten Chaos rund um das Thema BER. So ist mein „Aprilscherz“ tatsächlich wahr geworden und meine dort veröffentlichten Fotos haben noch einen zusätzlichen Seltenheitswert erhalten. Immerhin. Die…

  • Tagebuch

    700.000.000 €

    Es scheint wir hätten die „Coronakrise“ schon überstanden. Kleinere Geschäfte öffnen wieder, bald auch die Schulen – zumindest in Berlin. Abi wird geschrieben! Schon klar. Sogar die Einkaufsmalls werden bald geöffnet und die BVG geht dann auch zum Normalbetrieb über. Danach werden auch die Produktionsstätten von AUTOS wieder hoch gefahren. Wirtschaft first. Es muss einfach irgendwie weitergehen. In 4 Wochen ist dann alles vergessen, oder? Wird die Welt so sein wie vor dem Virus? Wer das denkt ist wohl ein Idealist und Träumer. Nicht nur der Blumenkohl dürfte sich verteuern. Die bisherige Unterstützung von 700 Mrd. der Regierung werden von irgendwem mit irgendwas bezahlt werden müssen. Raten Sie mal von…

  • Tagebuch

    April, April oder „Als wäre Wirtschaft ein atmendes Wesen, das auch dösen oder schlafen und sogar träumen kann“. Matthias Horx

    Eines hat so ein Virus wirklich bewirkt. Der neue Flughafen BER wird nun definitiv im Herbst eröffnen, denn heute wurde unser guter, alter TXL geschlossen. Jetzt haben die Fluggesellschaften viel Zeit ihren Umzug in Ruhe durchzuführen, müssen sich jedoch mit den Bauarbeiten arrangieren. Ab sofort werden dann auch noch 10.000 Menschen für den baldigen Probelauf von BER gesucht. Die feierliche Eröffnung findet dann endgültig am 31. Oktober 2020 statt. Tegel ist ab sofort geschlossen. Natürlich gibt es viele weitere Veränderungen hier in Berlin. Plötzlich wird das Fahrrad zu einen akzeptierten Verkehrsmittel. Das Gedränge in der S-Bahn und im Straßenverkehr ist vorbei und die Berliner Luft hat sich spürbar verbessert. Diskussionen…

  • Tagebuch

    Sommerferien

    Besonders in den Sommerferien ist Berlin eine Reise wert. Da sind nämlich die nervigen Berliner im Urlaub. Diese Zeit genießen die daheim gebliebenen Einwohner sehr! Für Gäste gibt günstige Hotel- oder über AIRBNB günstige Privatzimmer. Ein Tagesfahrschein der BVG gibt es für 7 EUR, viele Attraktionen für umme und Party ohne Ende. Wer nicht auf Trickdiebe oder Hütchenspieler  😀  hereinfällt, kann hier so günstig wie nirgendwo sonst in Europa einige Tage eine lebendige Großstadt erleben. Politisch jedoch findet eine massive Verdrängung von Menschen statt, die keinen Profit versprechen. Die Steglitzer Blindenwerkstatt wirft nicht genug Geld ab und wird geschlossen. Die Menschen dahinter in die Untätigkeit und Sinnlosigkeit entlassen. Niemand hilft.…

  • Tagebuch

    Change

    Es werden wieder Wetten angenommen. Die Quote steht 10:4, dass Donald Trump noch vor der Eröffnung des BER aus dem Amt gejagt ist. Wenn nicht – dann zählen nur noch Lügen… und dann gute Nacht. Rikscha fahren – immer ein Vergnügen.

  • Tagebuch

    Reiselust im Rikschaland

    Wer eine Reise tut, der kann was erleben. Wer an diesem Wochenende nach Berlin kommt, darf sehen wie tausende Menschen am HALBMARATHON teilnehmen. Wie immer schickt der Wettergott bestes Wetter dafür. Die Strecke führt zunächst geradeaus nach Westen über die alte Ost-West-Straße „Paris – Moskau“ und vorbei an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten unserer Stadt bis zum Schloss Charlottenburg. Der Rückweg ist nach dem Kurfürstendamm nicht mehr ganz so prominent. Am besten Sie gehen an diesem Tag zu Fuß oder fahren mit der Rikscha. Dann haben Sie keine Probleme mit den Absperrungen. Hier sehen Sie den Streckenverlauf. Aber vorher gab es heute erst einmal eine Kissenschlacht am Brandenburger Tor. Rikscha, Rikschafahrten, Rikschatouren…

  • Tagebuch

    Empfang

    Kann ein Flughafen ein Abbild des Zustands eines ganzen Landes sein? Landet man in den Großstädten der Welt, sieht man zuerst den Flughafen. Dieser ist zu einem wirklichen Aushängeschild eines Landes geworden. Von wegen Erster Eindruck und so. Nicht nur die verschiedenen spannenden Bauweisen, sondern auch Kunstwerke, Sauberkeit, Service und die Auswahl der Shops geben einem schnell Auskunft über die Philosophie und den wirtschaftlichen Zustand der jeweiligen Gesellschaft. Dort begegnen einem viele Menschen aus aller Herren Länder. Die meisten Menschen sind heutzutage – Tag und Nacht und ununterbrochen – mit ihrem neunen Lebensbegleiter in Kontakt. In Asien scheint das Handy an der Hand bereits festgewachsen zu sein. Persönliche Kontakte werden…

  • Tagebuch

    Zurück in die Gegenwart

    Zeitzeugen werden knapp. Die Zeugen des Holocaust sind so gut wie verschwunden. Die Zeugen der Kaiserzeit sowieso. So ist bereits heute vor 90 Jahren der erste Reichspräsident der Weimarer Republik – Friedrich Ebert – gestorben. Aber auch die Helden der Nachkriegszeit machen sich nun langsam auf fast täglich – einer nach dem anderen – zu sterben. Gestern ist nun „Spock“ gestorben. Der lustigste Film der „Star Trek“ – Reihe war für mich der 4. Teil „Zurück in die Gegenwart“ von 1986. Eine ernste Rolle als Psychiater Dr. Kibner hatte Leonard Nimoy bereits in dem Film „Die Körperfresser kommen“ von 1978, an der Seite von Donald Sutherland und Brooke Adams in…

  • Tagebuch

    Flugrouten

    In diesen Tagen werden mal wieder die Flugrouten des zukünftigen Großflughafens diskutiert – ungeachtet vom elenden Stillstand auf der Baustelle. In der Natur sind jedoch bereits die geänderten Flugrouten in Betrieb genommen worden. Zur Zeit fliegen die Schwäne der Berliner City planmäßig morgens gegen 08:30 Uhr von Westen kommend die Spree entlang zu ihrem Arbeitsplatz in der Mitte von Berlin. Der Rückflug findet gegen 20:00 statt. Sollten Sie einen wachen Geist und einen Blick für die Natur haben, so können Sie dieses Schauspiel sehr gut von den vielen Brücken aus verfolgen. Besonders spannend ist es zu beobachten, wenn sich ein Exemplar erst sehr spät entscheiden kann ob es über die…

  • Tagebuch

    Neuwahlen

    Unverzüglich nach den Bundestagswahlen wurde beschlossen, einige Dinge mit sofortiger Wirkung zu ändern. So zum Beispiel ist Autofahren in Berlin zeitweise verboten, um den krank machenden Lärm- und Stresspegel zu reduzieren. Wir erinnern uns dabei auch an die Ölkrise in den 1970 ér Jahren und die Bilder von den leeren Autobahnen. Jede Krise hat aber wohl auch ihr Gutes. Damals wie Heute sind neue Freiräume entstanden. Parkplätze werden zu Grünflächen und Autostraßen, ja sogar ganze Flughäfen werden als Lebensräume genutzt. Hochzeitspaare tanzen auf den Straßen von Berlin und die Menschen genießen die Nähe zueinander und die Stille in der Stadt. Kein Bus überrollt einen. 😉 Die Rikschafahrer genießen all´dies ganz…

  • Tagebuch

    Raus damit!

    Ob ein Groß(?)flughafen, ein großes Stadtschloss, eine noch immer nicht sanierte Oper, der Bau einer U-Bahnlinie vom Brandenburger Tor zum Alexanderplatz 500 m parallel der seit 1882 bestehenden und bis vor einigen Jahren bestens funktionierenden Stadtbahn, oder die geplante „Klaus-Wowereit-Gedächnisbibliothek“. Der Senat von Berlin tut genau das Richtige in der heutigen Zeit: Immer raus mit der Kohle! Vielen Dank nach Bayern und Baden- Württemberg, die genau diesen ganzen Schwachsinn mit ihren großzügigen Zuwendungen ermöglichen. PS. Wetten für eine Eröffnung des BER werden nicht mehr angenommen, da es ein deutliches Ungleichgewicht gibt zwischen dem Nutzen und dem Kapital welches dafür eingesetzt wird. Somit steht der Gewinner bereits fest. Die Unvernunft. Koste…

  • Tagebuch

    Nicht an einem Tag erbaut

    Gestern bin ich mit meiner Freundin seit längerem einmal wieder mit dem Auto durch die Stadt gefahren. Kreuz und Quer. Ich liebe es an einem verschlafenen Sonntag die leeren Straßen zu genießen. Leider war es mit dem Genuss nicht soweit her. Der Zustand unsere Straßen ist erbärmlich. Durchgehend sind riesige Löcher allüberall. Man rumpelt und pumpelt über den Asphalt wie über einen Acker. Rund um den Hauptbahnhof sieht es auch wie auf einem fremden Planeten und die seit Jahren andauernden Verkehrseinschränkungen scheinen für die Ewigkeit gemacht zu sein. Auch sonst herrscht in der Stadt eher das Bild einer Dauerbaustelle. Alles macht den Eindruck eines großen Durchführungs-Staus. Der Stillstand des leidigen…

  • Tagebuch

    Bye Bye BER – Adieu Berliner Schloss

    Im April hatte ich über die Schließung des alten Flughafens geschrieben. Am 02. Juni 2012 sollte er geschlossen werden. Nach mehreren Verschiebungen und drastischen Problemen und Ver(s)teuerungen haben sich nun die Betreiber entschlossen, dieses Projekt zu begraben und den Bau abzureißen. Wie jetzt bekannt gegeben wurde, könne man die zahlreichen Baumängel und Fehlplanungen nicht mehr in einem angemessenen, finaniellen und zeitlichen Rahmen beheben. Als günstigste Lösung wurde nun der Ausbau von Tegel beschlossen. Mit einen Kostenaufwand von 1,5 Mrd € (1.500.000.000 €) wird man den bereits bestens funktionierenden Flughafen Tegel mit den ursprünglich geplanten, zusätzlichen, sechseckigen Terminals erweitern. Dadurch ist dieser Flughafen optimal für die Zukunft gerüstet. Diese dann neu…

  • Tagebuch

    17. April 2012 – Tschüß TXL

    Nachdem einige neue Events und Sehenswürdigkeiten eröffnet haben (siehe vorheriger Artikel), gibt es leider auch Orte die bald endgültig schließen werden. 1974 wurde das sechseckige Hauptterminal des Otto-Lilienthal-Flughafens für den zivilen Luftverkehr eröffnet und im Jahr 2011 wurden in TXL ca. 17.000.000 Fluggäste abgefertigt. Es ist gut, dass es in all den Jahren des innerstädtischen Flugverkehrs zu keinem schwerwiegenden Unfall gekommen ist, denn es liegt eine ganze Stadt mit Wohnhäusern und Schulen in den jeweiligen Einflugschneisen. Die Macht des Luftverkehrs konnten die Berliner besonders spüren, wenn amerikanische Präsidenten anreisten. Dann kamen schon Tage zuvor die Jumbojets aus Washington über die Stadt gedonnert und flogen die Ausrüstung für die Veranstaltung ein.…

  • Tagebuch

    16.September 2011 – SXF#BER

    Heute kamen ca. 6.000 Menschen aus dem Süden von Berlin vor dem Kanzleramt zusammen, um eine Menschenkette rund um Selbiges zu bilden und damit gegen die geänderten Flugrouten unseres neuen Großflughafens zu demonstrieren. Es heißt diese Routen wurden im Nachhinein verändert, so dass die Betroffenen erst sehr spät – nach der Schaffung vollendeter Tatsachen – darüber informiert worden sind. Können wir eine solche Behauptung über das Vorgehen der Regierung oder von Baufirmen wirklich glauben? Ich glaube nicht! Die Politiker sind, genau wie Aufsichtsratsvorsitzende von Weltfirmen stets rücksichtsvoll, auf das Wohl der Gemeinschaft bedacht, ehrlich, gerecht und würden niemals etwas verschweigen, was ein angestrebtes Projekt gefährden könnte. Am Sonntag sind Wahlen…

  • Tagebuch

    8. August 2011 – Tempelhof Airport

    Der Flughafen teilt sich in die mehr als 1200 Meter lange Flughalle mit Hangar und die Empfangs- und Verwaltungsgebäude. Das Empfangsgebäude befindet sich axial dem Hallenbogen angeschlossen, umschließt einen Vorplatz dreiseitig und schafft einen Übergang zu dem dahinter liegenden heutigen Platz der Luftbrücke. Dieser Platz war als Rundplatz konzipiert und sollte einen Durchmesser von 250 Metern haben. Die am Platz liegenden viergeschossigen Bauten sollten einen Dreiviertelkreis um den Platz legen und Dienste wie Luftpostamt und Frachthof aufnehmen. Die vorgesehene Bebauung ist allerdings nur auf der Ostseite des Platzes verwirklicht. Die Außengebäude sind, ähnlich wie viele andere Bauten aus der Zeit des Nationalsozialismus, mit Natursteinplatten aus Muschelkalk verkleidet. Vom freien letzten…