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    RTL II

    Bei meinem kürzlichen Krankenhausaufenthalt schlief ich die erste Nacht ganz alleine in einem Doppelzimmer. Gut für mich und den noch nicht anwesenden Bettnachbarn, denn meine Schmerzen waren noch nicht durch Tilidin betäubt worden und ich jammerte und stöhnte die ganze Nacht. Am nächsten Morgen kamen dann die richtigen Schmerzmittel und Manni. Manni war ein einfacher und netter Mann aus Pankow mit einer frisch operierten, linken Hand. Er war über ein Dreirad im Kindergarten gestolpert, wo er als Rentner als Hausmeister-Minijobber schaffen muss, weil die Rente nicht ausreicht. Wir hatten sofort einen guten Draht zueinander und er erzählte mir und der ganzen Station sein ganzes Leben, denn er hatte seine HÖRGERÄTE…

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    Love or hate

    Neulich wurde sehr deutlich im Fernsehen gezeigt was für Menschen wir bräuchten um den momentanen Hass in der Gesellschaft einzudämmen. Der Philosoph R.D. Precht hat es in knapp 20 Minuten unbeabsichtigt geschafft einer bekannten Medienfrau ihre neutral-seriös-kompetente Maske zu entreissen. Aber auch andere Menschen zeigen mit ihrer Geschichte wo wir zur Zeit stehen und wohin wir uns entwickelt haben. So kann ich jedem das Buch „Jeder Krüppel ein Superheld“ von Christoph Keller wärmstens empfehlen ohne es selbst gelesen zu haben. Hier ein Auszug eines Gespräches mit ihm im Radio: „Das ist ein Biest das davon lebt, dass man dauernd von ihm redet, dass man seinen Namen nennt. Alle Sekunde lang…

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    Lime on – Brain off

    Soso. Der Schnellschuss von unserem geliebten Herrn Scheuer hat auf Kosten der anderen Verkehrteilnehmer stattgefunden. Nun fahren die jungen Leute überall mit herum und haben Spaß! Gegen jede Regel! Unerhört! Aber: Es ist auch ein Vergnügen zu sehen wie einfach es ist, die Menschen mit einem neuen Spielzeug so richtig glücklich zu machen. Gleichzeitig ergibt sich damit aber auch eine wunderbare Übung für den Rest der Bevölkerung, nämlich Toleranz und Güte zu praktizieren. Nur Querulanten werden etwas dagegen unternehmen (wollen). Es ist wirklich erfrischend wieviel Fröhlichkeit einzieht in unsere Stadt mit so einer kleinen Sache. I love it! Weiter so Herr Scheuer. Aber wo bleibt die entsprechende Verkehrsstruktrur die dem…

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    HONK´s new qualitity land (HQL)

    Der König und der vergiftete Brunnen Es war einmal ein König, der lebte in seinem Schloss auf einem hohen Berg. Der König war sehr beliebt bei seinem Volk. Jeden Tag brachten ihm die Leute aus der Stadt schöne Geschenke, und der Geburtstag des Königs wurde im ganzen Land gefeiert. Die Leute liebten den König, denn er war weise und gerecht. Eines Tages geschah ein Unglück. Alle Brunnen im Lande wurden vergiftet, und alle, die daraus tranken, wurden verrückt. Nur der König, der einen eigenen Brunnen besass, blieb verschont. Bald danach fingen die verrückten Leute im ganzen Land an zu tuscheln: ‘Wie seltsam ist doch unser König. Er ist überhaupt nicht…

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    Land des Lächelns

    Neulich fand ich einen netten Artikel in der Berliner Zeitung. Dort wurde uns Berlinern geschmeichelt. Den meisten Berlinern wurde ein gewisses Maß an Intelligenz bescheinigt. Wenn dann demnächst wieder Rikscha gefahren wird, achten Sie darauf einen wirklich witzigen oder wenigstens ortskundlichen Fahrer zu finden der diese Fahrt zu einem schönen Erlebnis macht, dass seinen Preis auch wert ist. Fallen Sie nicht auf irgendein falsches Grinsen herein. Sollten Sie an einen Rikschafahrer geraten der Sie lediglich stumm oder dümmliche Witze erzählend von A nach B bringt, so hilft Ihnen diese neu APP – weiter… wirklich gut.

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    Schöne neue Welt

    Wer das Buch 1984 von George Orwell gelesen hatte, kann heute nur müde lächeln über die damalige Vorhersage einer Diktatur. Über die Naivität der heutigen Gesellschaft und die leichtfertige Gewöhnung an niedrigste Verhaltens- Lohn- und sonstige Standards kann der Autor dieser Zeilen jedoch nur weinen…  

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    Weltstadt Berlin

    Einer unserer bekanntesten Berliner Künstler ist wohl Frank Zander („Hier kommt Kurt“). Nun hat er sich einer Kooperation hingegeben die unbeabsichtigt das Alltagsniveau in Berlin aufzeigt. Als Knüller ist er zur Eröffnung eines Imbisses am „Kurt-Schuhmacher-Damm“ gekommen. Also allet rischtisch jemacht. Gleich um die Ecke wurde früher das „Deutsch-Französische-Volksfest“ veranstaltet. Rummelplatz-Charme at it´s best. Guten Appetit!

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    Scenes of Migration

    Während sich gestern die großen Kinder der Koalition weiter gestitten haben und dabei jede Menge Journalisten vor der Türe der CDU-Zentrale stundenlang auf ein Ergebnis warten ließen, wurde tagesaktuell ein sehr passendes Theaterstück direkt an der Weltzeituhr des Alexanderplatzes auf geführt. Die Veranstalter hatten sich spontan entschlossen den Ort der Aufführung von Hohenschönhausen an den Alex zu verlegen, um damit – gerade an diesem Tag – auf die Inhumanität von Europa hinzuweisen. Eine wunderbare Inszienierung, die gerade ohne Kulissen beeindruckensd daher kam. Leider nicht gerade stark beachtet. Höchstens 50 Menschen sahen zu. Die meisten Touristen haben es halt eilig. Foto machen und weiter… Nur ein sehr verbissener Mensch musste sich …

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    HONKS

    Der Winter ist vorbei und so kommen die Rikschafahrer wieder zusammen um gemeinsam – sozusagen als Gemeinschaft – zu arbeiten. Manche Fahrer sind aber leider deratig primitiv, dass sie lieber mit Gewalt drohen oder sogar tatsächlich zuschlagen anstatt zu reden. Also, vertrauen Sie ihrem Gefühl, dann finden Sie mit Sicherheit genau den richtigen Rikschafahrer für gehobene Ansprüche. Den besten Service erhalten Sie immer bei den Fahrern der Original-China-Rikschas. Also dann, wir freuen uns auf Sie:  

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    Lethargie im Hansaviertel

    Manchmal irren kleine Gruppen von Touristen in meiner Wohngegend umher. Meistens sind es Italiener, die in ihrem Reiseführer vom berühmten Hansaviertel gelesen haben. Hier angekommen staunen sie dann nicht schlecht wie langweilig es hier ist. Außer dem Baumkuchencafe an der Ecke mit Dampferanlegestelle und einer Currybude (beide leben bestens von den Touris!) gibt hier aber auch überhaupt nichts Interessantes zu entdecken. Es sei denn, man wohnt hier. Dann erschließen sich manche Dinge besser. Zu scheinbar festgelegten Zeite sitzen auf meinem Hinterhof einige Mieter mit Thermokaffeebechern und/oder Bierflaschen auf billigen Plastikstühlen an einem Tisch mit einer bunten Plastikdecke und schimpfen über die Ausländer, die Regierung, oder über Irgendetwas anderes. Besserwissen – des Berliners…

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    Volksbühne Berlin

    Der Senat von Berlin hat beschlossen wieder eine Legende Berlins sterben zu lassen. Am Sonntag wird zum letzten Mal ein Marthaler Stück an der VB gegeben. Dann ist die spannenste Epoche dieses Theaters Geschichte. Nach der Sommerpause folgt – folgerichtig für diese Zeit – eine Kommerzbühne. Das Ensemble und die Familie waren entsetzt. Die Berliner ebenso. Frank macht weiter und geht zum BE. Danke an alle Mitstreiter.   Rikscha fahren – immer ein Vergnügen.