• Tagebuch

    Nand Kumar und Prem Singh

    Corona weltweit. So ist die Lage in Indien bei unseren Kollegen und Mitmenschen. „Man könnte schmunzeln, aber dafür ist die Lage zu ernst“, meint der Kommentator im ZDF abschließend. Welche Lage meint er denn? Die Corona-Lage oder den Skandal, dass weltweit Millionen Menschen auch heute noch hungern müssen, während wir hier Klopapier und Seife und die Amis Schusswaffen horten? Rikscha fahren – immer ein Vergnügen.

  • Tagebuch

    Jonny K.

      Gestern vor 5 Jahren wurde Jonny am Alex erschlagen. Die Täter sind frei und rühmen sich mit ihrer Tat. Die allgemeine, gesellschaftliche Verrohung schreitet voran. Hilflose Personen werden liegen gelassen, Zivilcourage wird oft genug bestraft. Trotzdem kämpft Tina, die Schwetser von Jonny unermütlich dafür zukünftig einzuschreiten bei Gewalt und nicht wegzuschauen. Nur im Moment hat sie anderes zu tun. Sie erwartet in diesen Tagen ihr erstes Kind. Und sie sieht total glücklich aus dabei. Es kamen einige Menschen zusammen um an Jonny zu denken – NICHT an die Täter. Und es gab nur wenige egoistische Fahrradfahrer, die mit Scheuklappen laut klingend auf ihr Recht bestanden den Radweg vor dem…

  • Tagebuch

    Mutige Menschen braucht das Land

    Vor vielen, vielen Jahren schrieb eine verbitterte Kollegin in der TAZ: „Rikschafahrer hätten alle einen an der Waffel.“ Das ist eine steile These, die meines Erachtens am meisten für sie selbst spricht. Tatsache ist aber, dass die guten Rikschafahrer/innen sehr lebendig sind und das Smartphone in Punkto Informationen und Entertainment bei Weitem überbieten können. Nur wenige wissen überhaupt nicht Bescheid über unsere Stadt, machen nur Taxifahrten, erzählen nur Blödsinn oder können sich nicht benehmen. Die ehrlichen Fahrer/innen stehen zu ihrer Arbeit, müssen nichts erfinden und bieten Ihnen ein spaßiges Erlebnis an der frischen Luft und eine wunderbare Perspektive auf unsere Stadt. Und dies tun sie so gut sie eben können…

  • Tagebuch

    Schicksal

    Als Stadtführer sind sich die meisten Menschen bewusst, dass wir uns ständig in der Nähe von potentiellen Anschlagszielen aufhalten. Ob am KaDeWe, am Brandenburger Tor, am Alexanderplatz oder am Hauptbahnhof. Leider ist eine vermeintlich ständige Bedrohung so in unsere Köpfe gehämmert worden, dass sogar ich angefangen habe, meine Augen offenhalten und mich nach Merkwürdigkeiten umzusehen. Das erschent mir noch immer sehr viel sicherer, als mich auf die Fähigkeiten der Polizei oder der Behörden zu verlassen, denn: Hier der Nachtrag vom 23. Januar 2017 – Quelle Tagesspiegel (kleine Meldung) „Amri war mehrfach in der Moschee in Moabit, auch kurz vor dem Anschlag. In der Moschee „Fussilet 33“ in der Perleberger Straße…