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    Wer ist hier bescheuert?

    Nachdem nun ein gewisser Herr Scheuer die Gehwege zu Spielplätzen mit gefährlichen Gegenständen umgewidmet hat, kommen nun weitere Ideen, deren Umsetzung nicht gelingen wird. Die Androhung von höheren Strafen für alles Mögliche wird nichts bewirken, weil es niemanden gibt der dies kontrolliert. Man muss schon sehr naiv sein um ernsthaft zu glauben, dass höhere Strafen Menschen in ihrem Verhalten ändern wird. Die neuen E-Roller jedenfalls darf man ab 14 Jahren fahren und muss (nach dem Gesetz!) die Fahrbahn oder den Radweg benutzen, was niemand tut. Damit würde Herr Scheuer motorisierte 14 Jährige ohne Führerschein und Helm schutzlos in den Berliner Autoverkehr zwingen. Dort Gnade ihnen Gott. Ob diese realitäts- und…

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    Weltstadt Berlin

    Einer unserer bekanntesten Berliner Künstler ist wohl Frank Zander („Hier kommt Kurt“). Nun hat er sich einer Kooperation hingegeben die unbeabsichtigt das Alltagsniveau in Berlin aufzeigt. Als Knüller ist er zur Eröffnung eines Imbisses am „Kurt-Schuhmacher-Damm“ gekommen. Also allet rischtisch jemacht. Gleich um die Ecke wurde früher das „Deutsch-Französische-Volksfest“ veranstaltet. Rummelplatz-Charme at it´s best. Guten Appetit!

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    Heimat

    Auf den Weg machen von Moabit nach Lankwitz. Moabit. Finster ist es. Nicht bedrohlich. Urvertrauen. Oma und Opa sind auch dabei. Die Beusselstraße hoch. S-Bahngeruch, Braunkohle, Osten. Umsteigen Papestraße – rennen durch die langen, stummen Tunnel der Vergangenheit. Den Anschluss trotzdem fast immer verpassen… Einsame Holzbänke auf dem einsamen Bahnhof. Berge von Kohle. Senatsreserve. Warten. Nur wenige Minuten bis HEIMAT. Lichterfelde-Ost. Licht.  

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    Sunny Streets

    Nachdem nun klar ist, dass der Senat von Berlin nicht wirklich die Absicht hat eine fahrradfreundliche Stadtzu bauen, wurde heute damit begonnen unsere Straßen gelb zu einzufärben. Dadurch wird sich ein sehr viel helleres und freundlicheres Stadtbild ergeben und zusätzlich die gute Laune in der Bevölkerung angeregt werden. Anschließend werden die Radwege grün markiert. Die einhellige Meinung der in Massen radelnenden Besucher lautet: „We love it.“ „Es ist ein Schritt in die richtige Richtung“, sagte ein Sprecher von Greenpeace. Eine durchgehende rote Markierung des Radwegs an den verkehrsreichsten und damit gefährlichsten Kreuzungen (Potsdamer Platz!) habe ich bereits mehrfach bei den zuständigen Stellen angeregt. Keine Resonanz von dort. Die Aktion „Sunny…

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    Our house in the middle of the street

    Das schönste, aussagekräftigste und bunteste Event in Berlin gibt es noch bis Ende Mai im alten West-Berlin zu sehen. (Gruß an Heidi und Marlene) In der Nürnbergerstr. haben in einem alten Bankgebäude über 150 Künstler dafür gesorgt, dass dort lebendige Kunst eingezogen ist. Diese haben dieses schnöde Gebäude einfach von oben bis unten angemalt. Bisher hatte ich mich nicht sonderlich um Graffittykunst gekümmert. Aber nach der Führung von „Icke“ Stefan kann ich sehen, wie nachdrücklich und klar diese Menschen dort Missstände in unserer Gesellschaft aufzeigt und für Frieden und Liebe eintreten. Ist man eingeweiht, öffnet sich unsere Stadt einmal mehr für einen.  Selten sah ich so wunderbare Appelle an die…

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    Die Wölfe sind zurück!

    Gestern wurde eine zeitgenössische Freiluftausstellung direkt am Hauptbahnhof eröffnet. Dort werden 66 Skulpturen gezeigt, die sehr konkret zeigen, wie sich Wölfe verhalten. Begleitend wird aufgeklärt wie Hass, Angst, Staatshass und Rassismus entstehen. Sollten Sie nicht mit der Bahn angereist sein, verpassen Sie trotzdem nicht diese beeindruckenden Arbeiten des Künstlers  Rainer Opolka. Kennen sie einen Wolf in ihrem Umfeld? Und wenn ja, welchen Typ Wolf? Sind Sie vielleicht selbst ein Wolf? Die verschiedenen Charaktere des Rudels sind: Blind Soldier Blinder Hasser Mitläufer Attac NSU Mann Kraftprotz Anführer Mehr Infos zur Ausstellung:  Hier Weiterführende Link zur Wolfs- und Giraffensprache Rikscha fahren – immer ein Vergnügen.

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    Seit gestern 9:00 Uhr ist Frühling im Tiergarten

    Spüren Sie es auch? Die Vögel zwitschern und die Luft duftet nach Erde. Der Kuckuck klopft an den Baum. Frieden. So fühlt sich Frühling an. Zartes Blau erblüht neben der ehemaligen Siegesallee. Wenn Sie mit (m)einer Rikscha durch den erwachenden, farbenfrohen Tiergarten fahren, könnte es passieren, dass Sie vom Sowjetischen Ehrenmal zum Potsdamer Platz fahren ohne zu bemerken, dass Sie gerade im Begriff sind eben diese alte, blau blühende Siegesallee entlang zu fahren. Dort waren zwischen 1895 und 1901 im Auftrag Kaiser Wilhelms II. 32 Standbilder aufgestellt worden. Von Teilen der Berliner Bevölkerung als „Puppenallee“ belächelt, weil sie die glorifizierende Darstellung der Hohenzollernherrscher zu Recht als etwas übertrieben empfanden. Im…

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    Camera Restricta

    Viele moderne Menschen lagern heutzutage all´ ihre Erinnerungen gerne in einer Cloud. Ob Musik, Reisefotos, Fotos vom Essen, unsere sonstigen Erlebnisse, aber auch Telefonnummern, unsere Standorte, sehr Privates, und vor allem unser Wissen lagern wir in das Internet aus. So gibt ein großer Teil der Menschheit seine Unabhängigkeit ab. Alles wird abhängig von einem guten Empfang nach „Oben“. Sogar die gute, alte Photographie ist zur Massenbeschäftigung geworden. Um diesen Menschen wieder einen angemessen Umgang mit dem Auslöser so verhelfen hat Philipp Schmidt nun eine digitale Form der alten Analogtechnik erfunden. Die Camera Restricta sperrt den Auslöser, sobald ein Objekt bereits zu oft fotografiert worden ist. So können Sie sich schenken…

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    Venedig 2015

    Heute werden die Preise in Venedig verliehen. Schade, dass sich die Jury nicht für einen Spezialpreis für die Menschlichkeit durchringen konnte. Deswegen verleihen wir stellvertretend diesen Preis an folgenden Film. Gleichzeitig forden wir Herrn Juncker auf den verliehenen Friedensnobelpreis umgehend zurückzugeben. Rikscha fahren – immer ein Vergnügen.

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    Umleitung

    An der Moabiter Brücke ist ein futuristisches Kunstwerk entstanden. Der Gerickesteg muss nach 100 Jahren komplett restauriert werden. Nun sieht es hier so aus:   Parallel zu dieser Arbeit läuft noch bis 06. April 2015 eine Ausstellung zum Thema „Arbeit“ in der „Schwangeren Auster“. Laufen Sie einfach von hier aus in Richtung Osten an der Spree entlang, bis Sie den Ausstellungsort erreichen. Es lohnt sich! Hier vorab eine Kostprobe Statistische Daten zu Berlin und seine Arbeit

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    Schneckenrennen

    Steigt man aus der Rikscha aus und verlangsamt das Tempo noch einmal drastisch, so wird auch der Blick auf die Gesetze der Natur geschärft. Zuerst sah ich, dass die Gartenkunst der Kollegin Barbara jetzt erst vollkommen ist. Anschließend konnte ich ein Schneckenwettrennen an der Wand vom Schloss Bellevue beObAchten. Als wir dann vom Anhalter Bahnhof in den Park am Gleisdreieck – das alte Rangiergelände des Anhalter Bahnhofs und des Potsdamer Güterbahnhofs – liefen, entdeckten wir so manches Juwel, was hinter Zäunen offen oder auch versteckt die Zeit gesegnet hatte. Ein wunderbarer Spaziergang zu einer wunderbaren Herbstzeit. Aber sehen Sie selbst:

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    Beharrlichkeit und Geduld

    Was haben Restauratoren/innen und Rikschafahrer/innen gemeinsam? Sie müssen Geduld haben. Die einen warten auf Fahrgäste, die anderen auf das fertige Ergebnis. Seit einigen Tagen wird unser Wahrzeichen der Einheit – das Brandenburger Tor – mit einem Pinsel verschönert. Wenn dass keine Geduldsprobe ist! Aber es macht bestimmt auch Spaß an diesem Ort zu arbeiten. Ja, genau! Getreu dem Motto von Beppo: Schritt – Besenstrich – Atemzug – Schritt – … Rikscha fahren – immer ein Vergnügen.

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    Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung

    Fährt man mit der Rikscha oder dem Fahrrad aufmerksam durch unsere bunte Stadt, so sieht man hier und da großartige Projekte die beweisen wie sehr die Regierung, der Senat und auch die verschiedenen Maßnahmeträger dafür sorgen, dass Langzeitarbeitslose wieder sinnvolle Tätigkeiten ausführen lernen. Dadurch kann die Wiedererlangung ihrer Beschäftigungsfähigkeit konkret unterstützt werden. So erleben wir in unserer Stadt ein Feuerwerk an Kreativität, handwerklichem Geschick und schönster Rhetorik in meisterlicher Vollendung. Und viele Menschen haben endlich wieder einen Sinn im Leben. Danke Herr Hartz! Rikscha fahren – immer ein Vergnügen.

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    Sinfonie der Giganten

    Der Rikschafahrer meldet: Wer in diesen Tagen an der Gedächtniskirche landet, kann neben der Entblätterung selbiger und der baldigen Fertigstellung des BIKINI – Hauses, bereits das nächste Bauvorhaben begutachten. An der Stelle des ehemaligen SCHIMMELPFENG – Hauses am Breitscheitplatz entsteht zur Zeit der zweite Turm unserer Twintowers neben dem vor einem Jahr eröffneten Zoofenster. Wenn Sie Glück haben können Sie während einer kleinen Pause auf den Stufen des Kirchenportals, ein großartiges Konzert der verschiedensten Baumaschinen erleben. Zu den großartigen Tönen und Geräuschen führen die Roboter ein einzigartiges Ballett auf. Sehr sehenswert! Waldorf Astoria

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    Februar 1990 – 2014

    So ungefähr alle 10 Jahre kommt es vor, dass der Frühling in Deutschland bereits im Februar zur Berlinale Einzug hält. Im Jahr 1990 also herrschten ungefähr die gleichen Temperaturen wie in diesem Jahr. Da konnten wir dann das Filmfest noch verlängern, indem wir anschließend nach Rügen reisten und dort zum ersten Mal in der DDR die Ostsee wirklich genießen konnten. Genau wie heute in der Ukraine hatte dort gerade auch eine Revolution stattgefunden und die alten Machthaber waren zum Teufel gejagt worden. Noch besser war – es gab keine Toten dabei! Rikscha fahren – immer ein Vergnügen.

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    Nach dem Spiel

    Die EM ist vorbei und nun rücken auch wieder andere Themen in den Vordergrund. Nach über 8.ooo Blitzen am Nachthimmel scheint die Atmosphäre geklärt zu sein und weniger spektakuläre Bilder haben wieder ein Chance auf Beachtung. Die Härte des Wettbewerbs weicht der Kunst und der Poesie… Rikscha fahren – immer ein Vergnügen.

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    23.Juli 2011 – Eumel

    Nach Tagen des Regens und er Kälte war heute mal wieder etwas besseres Wetter. Hunderte Menschen drängelten sich am Brandenburger Tor. Dann kam auch mal wieder EUMEL zu Besuch. Er ist seit Jahren in unserer Stadt unterwegs und mag es besonders unsere Gäste herzlich zu begrüßen. Heute zeigt er einem Jungen auf der Karte wo es sich einmal lohnt hinzufahren um etwas besonderes zu erleben. Na dann mal los – ab in die Rikscha und durch den Wind zu besonderen Zielen. Rikscha fahren – immer ein Vergnügen. http://stabfigurencompany.de/

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    10.Juli 2011 – Blaue Schafe

    Da soll mal einer sagen, die Wolke aus Japan sei bei uns nicht angekommen. Die Schafe in Berlin haben jedenfalls eine merkwürdige Farbe in diesem Jahr. Der Schäfer meinte auch, nur die Sonnenintensität allein könnte so etwas nicht bewirken. Zum Glück ist Blau immer in Mode. Besonders am Himmel von Australien. 🙂 www.blaueschafe.de Rikscha fahren – immer ein Vergnügen.