• Tagebuch

    Unser aller Minister

    Jens Spahn verkündete heute wer in unserer Bevölkerung wann geimpft werden soll. Die Reihenfolge erscheint mir so menschlich wie ich noch niemals Politik empfunden habe: Über 80-jährige Höchstbetagte, Pflegebedürftige und deren Pfleger, dann Demenzkranke, Menschen mit Trisomie 21, Transplantationspatienten, Bewohner von Obdachlosen- oder Asylbewerberunterkünften und enge Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen, und in der dritten Stufe chronisch Kranke, Personen sowie Erzieher, Lehrer und Mitarbeiter im Einzelhandel sollen zuerst geimpft werden. Was ist das denn für eine außergewöhnliche Auswahl? Was sind denn das für Töne? Die Alten, Schwachen und Kranken zuerst? Hat die Erkrankung unseres Ministers ihn zu einem anderen Menschen gemacht? Ist er in der falschen Partei? Oder wird der Impfstoff teilweise…

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    Gedicht

    Liebeserklärung an eine fremde Stadt, die Stille nach dem Regen, den Geruch des Reisens. Wir vermissen die romantischen Straßen, andere Länder – andere Menschen, die Weite des Meeres. Erinnern uns an die Freiheit des Atmens, den Blick auf die Welt, die Kunst des Augenblicks. Erinnern die göttlichen Symphonien von Licht und Schatten. die friedlichen Zeiten. Melancholie. Sehen die Wolken am Himmel, hören die Musik im Herzen, spüren die Liebe der Natur. Vermissen das Weinen vor Glück!

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    Sonne

    Genau zum Ende des Sommers verabschiedet sich die Sonne leuchtend gelb und kraftvoll. Jetzt kommt die dunkle Zeit. Die Nächte sind nun länger als die Tage. Nur in südlichen Gefilden sind die Tage und Nächte immer gleich lang. Leider sind diese Paradise besonders in Gefahr und für uns in jeder Hinsicht unerreichbar geworden. Dieser Film zeigt warum! Hier bei uns sind die Hoffnungen auf die die Besinnung der Menschheit auf die Rettung der Erde vergangen. Aus der anfänglichen Rücksicht und Freundlichkeit im Frühjahr ist offene Aggression geworden. Der verminderte CO2 Ausstoß durch den Rückgang des Flugverkehrs wird längst durch den gestiegenen Autoverkehr, die unverminderte weltweite Abholzung der Wälder und nun…

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    Verrichtungsboxen

    An der Osloerstraße im Wedding sind nagelneue Bio-Toiletten aufgestellt worden. Nachdem nun auch ein selbstbestimmtes Sterben von unserem höchsten Gericht erlaubt worden ist, plant der Senat von Berlin bald an den bekannten sozialen Brennpunkten der Stadt Boxen aufzustellen, in denen sich Menschen – welche im System Kapitalismus gescheitert sind – selbst entsorgen können. Die Reste der menschlichen Hülle werden zu Dünger (Foto) verarbeitet. Evtl. vorhandene Angehörige erhalten eine pauschale Ausgleichzahlung in Höhe von 5.000 € für die eingesparten Sozialhilfe- und Rentenkosten. Auch dies ist wieder ein zielführendes Projekt der Gruppe „H 5“ zur Optimierung der Leistungsgesellschaft. Rikscha fahren – immer ein Vergnügen.

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    Mädchen aus Ost-Berlin

    Manchmal habe ich Begegnungen, die tiefer gehen. So geschehen gestern vor dem neuen Mercedesplatz. Es ist wirklich gut, dass uns schon so lange die Mauer nicht mehr trennt! Bald sind es 29 Jahre! Dazu passt sehr gut die Geschichte eines guten Freundes.

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    Barbara

    In Berlin gibt es viele süchtige Menschen. Viele der obdachlosen Menschen sind nur ein kleiner Teil davon. Der weitaus größere Teil bleibt unsichtbar. Ende 1975 traf der damalige Chef des Jüdischen Krankenhauses – Prof. Dr. Lothar Schmidt – einen Freund der gerade zu einem AA-Meeting ging. Er begleitete ihn dorthin und wunderte sich über die Offenheit und Ehrlichkeit der Menschen dort. Dieses einfache Programm aus den U.S.A. verhalf offensichtlich vielen der anwesenden, komplizierten Alkoholikern zur Abstinenz. So führte er dieses Programm als einer der ersten Ärzte in sein Berliner Krankenhaus ein. Deswegen war „Das Jüdische“ lange Jahre eine Instanz und die beste Einrichtung für eine Entgiftung in Berlin. Dort arbeitete…

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    Nette Menschen braucht das Land

    Guten Abend Herr Hellebrand, im Nachgang zu unserem sehr netten Kennenlernen auf der Tiergartenstraße am vergangenen Donnerstag wollten meine Tochter, ich und Mr. Big uns ganz kurz bei Ihnen auf diesem Wege melden: Es hat uns sehr gefreut, Ihre Bekanntschaft zu machen und wir haben es sehr geschätzt, dass Sie uns so nett zur Seite gestanden haben, obwohl Sie wussten, dass Sie mit uns zu diesem Zeitpunkt kein Geschäft machen konnten, da wir zu Fuß an den Wittenberg Platz über den „Großen Weg“ gehen wollten. Dank Ihrer Hilfe und Ihrem Tiergartenplan ist es uns auch gelungen, ohne uns zu verirren unser Ziel zu erreichen. Herzlichen Dank nochmals! Ohne Umschweife können…

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    Rikschafahrer bekommen keinen Herzinfarkt

    Pünktlich zum Ende des Sommers ziehen hin und wieder Nebelschwaden auf und verklären so manche Motive zu romantischen Bildern. So steht dann am Morgen das Bettenhaus der Charité wie eine weithin sichtbare, eher gruselige Kriegsruine mitten in Berlin. Die Sanierungsarbeiten sollen aber bis 2016 abgeschlossen sein und mit 220 Mio. € im Kosten- und Zeitrahmen bleiben. Dann zieht auch wieder die Kardiologische Abteilung zurück in den 7. Stock des Hauses und wird Leben retten. Fachlich ist dieses Haus eines der renommiertesten Häuser in Europa und unbedingt zu empfehlen. Aber auch das Pflegepersonal der Station ist redlich bemüht gute Arbeit zu leisten. Fragt man nach einer Zeitung, danach gewaschen zu werden,…

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    Liebevoll

    Auch wenn es am Hauptbahnhof eher hektisch zugeht und die Menschen dort oft lieblos agieren, gibt es doch gleich um die Ecke auch Menschen die sich auch um anderes kümmern als nur um sich selbst. Ein wunderbares Beispiel steht am Spreeufer, wo sich eine Anwohnerin um die wilde Natur gekümmert hat, damit diese Pracht so lange wie möglich erhalten bleibt. Solche kleinen Freuden erleben Sie nur per Rikscha und nur mit dem Hauptstadtpiloten. Rikscha fahren – immer ein Vergnügen.

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    Heimkommen

    Heimkommen von Janne Stolz Ich bin so unendlich müde. Immer diese langen, anstrengenden Arbeitstage, puh! Und diese drückende Hitze; selbst in der Nacht ist die Stadt noch so heiß, wie ein Backofen. Wenn es doch nur endlich regnen würde. Mühsam schleppe ich mich durch die spärlich erleuchteten Straßen, ignoriere den Lärm des Verkehrs um mich herum. Meine Beine sind schwer, der Rücken tut weh, es ist eine Quälerei. Aber von nichts kommt halt nichts. Zum Glück ist es nicht mehr weit nach Hause. Hunger habe ich auch, mächtig sogar. Was es wohl zu Essen gibt? Ich biege in meine Straße ein. Von hier kann ich das Haus schon sehen. Es…

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    Kleine Dinge

    Nach der hektischen Berlinale ist nun ist der Winter doch noch einmal zurückgekehrt. Es ist wieder kalt geworden in Berlin. Hoffentlich zum letzten Mal vor dem Frühling. Wenn man aufmerksam durch die Stadt geht und die Augen offen hält, sieht man hier und da kleine Wunder der Liebe und der Dankbarkeit. Ob sich nun die Natur ihren Weg bahnt oder Menschen freundliche Botschaften im öffentlichen Raum hinterlassen. Langsam kommen wieder Gefühle ins Spiel. Die Stars und Möchtegernstars, die Geschäftemacher, die Kritiker und die Wichtigtuer sind weitergezogen – auch die meisten freundlichen Filmfans. Alle haben Platz gemacht für das ganz normale Leben in unserer Stadt. Rikscha fahren – immer ein Vergnügen.…

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