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    Love or hate

    Neulich wurde sehr deutlich im Fernsehen gezeigt was für Menschen wir bräuchten um den momentanen Hass in der Gesellschaft einzudämmen. Der Philosoph R.D. Precht hat es in knapp 20 Minuten unbeabsichtigt geschafft einer bekannten Medienfrau ihre neutral-seriös-kompetente Maske zu entreissen. Aber auch andere Menschen zeigen mit ihrer Geschichte wo wir zur Zeit stehen und wohin wir uns entwickelt haben. So kann ich jedem das Buch „Jeder Krüppel ein Superheld“ von Christoph Keller wärmstens empfehlen ohne es selbst gelesen zu haben. Hier ein Auszug eines Gespräches mit ihm im Radio: „Das ist ein Biest das davon lebt, dass man dauernd von ihm redet, dass man seinen Namen nennt. Alle Sekunde lang…

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    Möhrenstraße

    Da ist sie wieder – die Diskussion um den Namen dieser Straße. Mohrenstraße, Petersallee, Lüderitz, um nur einige Beispiele zu nennen wo es hakt mit der Umbenennung. Bereits im Jahre 2009 hatte Heidermarie Wieczorek-Zeul (SPD) eine Umbenennung erfolglos angeregt. Mit der Umbenennung der Straßen in Ost-Berlin wurde damals nicht lange gefackelt. Schwuppdiwupp waren Wilhelm-Pieck, Otto-Grotewohl, Clara-Zetkin, Dimitroff, Lenin, Engels, Karl-Marx-Stadt und störende Denkmäler aus der Zeit in der „DDR“ 😉 verschwunden. Bis die Mohrenstraße endlich aus dem Stadtbild verschwunden ist wäre eine Diskussion wünschenswert. So lange könnte diese Straße ja einfach wieder als Möhrenstraße gekennzeichnet werden. Kaufen Sie sich einfach kleine, schwarze Klebepunkte und legen Sie los… Dann können Sie…

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    Nand Kumar und Prem Singh

    Corona weltweit. So ist die Lage in Indien bei unseren Kollegen und Mitmenschen. „Man könnte schmunzeln, aber dafür ist die Lage zu ernst“, meint der Kommentator im ZDF abschließend. Welche Lage meint er denn? Die Corona-Lage oder den Skandal, dass weltweit Millionen Menschen auch heute noch hungern müssen, während wir hier Klopapier und Seife und die Amis Schusswaffen horten? Rikscha fahren – immer ein Vergnügen.

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    Saison 2020- Die Zeitenwende

    Es gab eine Zeit vor Covid-19 und wird eine Zeit danach geben. Aber zur Zeit schaut auch die Berliner Tourismusbranche zunächst einmal der kommenden Saison mit großer Sorge entgegen. Wie es aussieht, wird diese wohl komplett ausfallen. Zunächst einmal meldet die Berliner Zeitung aber dies: Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) bleibt wegen eines Kontakts zu einem möglicherweise mit dem Coronavirus Infizierten vorerst weiter zu Hause in Ingolstadt. Es soll zunächst das Testergebnis der Kontaktperson abgewartet werden, wie Seehofers Sprecher Steve Alter der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag sagte. „Wir rechnen damit, dass wir heute Abend mehr Klarheit haben.“ (AFP) Oder war Herr Seehofer nach Feierabend heimlich gegenüber in der Trompete feiern? Aber…

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    Neusprech

    Neuprech heißt es in einem Buch. Spießer nennen es noch immer Jugendsprache. Eine Sprache die ausschließlich unter Jugendlichen gesprochen wird . Und auch nur in einem bestimmten Milieu. HIER können Sie sehen auf welchem Stand der Dinge es sich mit den Sprachgepflogenheiten verhält in unserem Lande. Ein Fest für Germanisten. Aber: In dem Maße wie wichtig heute das Äußere erscheint; es auf die Oberfläche ankommt, so furchtbar unwichtig scheinen heute die Rechtschreibung und jegliche Rechtschreibregeln zu sein. Ich finde es sehr spannend wie sich gerade sämtliche Medieninhalte verändern. Für mich ist es wie eine Art of „Vor- und Nach-Rezo-Zeit“. Plötzlich gelten vollkommen andere Gesetze und dabei sehen die „althergebrachten“ Parteien…

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    Scenes of Migration

    Während sich gestern die großen Kinder der Koalition weiter gestitten haben und dabei jede Menge Journalisten vor der Türe der CDU-Zentrale stundenlang auf ein Ergebnis warten ließen, wurde tagesaktuell ein sehr passendes Theaterstück direkt an der Weltzeituhr des Alexanderplatzes auf geführt. Die Veranstalter hatten sich spontan entschlossen den Ort der Aufführung von Hohenschönhausen an den Alex zu verlegen, um damit – gerade an diesem Tag – auf die Inhumanität von Europa hinzuweisen. Eine wunderbare Inszienierung, die gerade ohne Kulissen beeindruckensd daher kam. Leider nicht gerade stark beachtet. Höchstens 50 Menschen sahen zu. Die meisten Touristen haben es halt eilig. Foto machen und weiter… Nur ein sehr verbissener Mensch musste sich …

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    Schicksal

    Als Stadtführer sind sich die meisten Menschen bewusst, dass wir uns ständig in der Nähe von potentiellen Anschlagszielen aufhalten. Ob am KaDeWe, am Brandenburger Tor, am Alexanderplatz oder am Hauptbahnhof. Leider ist eine vermeintlich ständige Bedrohung so in unsere Köpfe gehämmert worden, dass sogar ich angefangen habe, meine Augen offenhalten und mich nach Merkwürdigkeiten umzusehen. Das erschent mir noch immer sehr viel sicherer, als mich auf die Fähigkeiten der Polizei oder der Behörden zu verlassen, denn: Hier der Nachtrag vom 23. Januar 2017 – Quelle Tagesspiegel (kleine Meldung) „Amri war mehrfach in der Moschee in Moabit, auch kurz vor dem Anschlag. In der Moschee „Fussilet 33“ in der Perleberger Straße…

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    Maybe Bag

    Das Foto zeigt das berühmte Einkaufsnetz der Bürger in diesem Land, das s.g. „Maybe Bag“. Ein Einkaufsnetz, was in der Tasche keinen Platz beanspruchte, und immer zur Hand war, falle es etwas zu ergattern gab. Zur Not konnte man damit aber auch schon mal eine Kommode oder den betrunkenen Ehemann transportieren. So stabil war das Material. Jetzt ist aber eine wirkliche Menschenverachterin gestorben. Bis zum Ende ihres Lebens meinte sie, die DDR wäre ein vorbildlicher Rechtsstaat gewesen. Nun hat der Teufel ihre Seele geholt. Endlich! Wer sich von den Methoden der Stasi im System DDR ein Bild machen möchte, dem empfehle ich den Besuch des alten Stasi-Gefängnisses in Hohenschönhausen. Dort…

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    Rechtsruck in Europa ?

    Der Rikschafahrer berichtet: Die Idee für die Stolpersteine wurde 1996 geboren. Die ersten Steine wurden in der Kreuzberger Oranienstraße verlegt. Unterdessen liegen weit über 5.000 Steine in Berlin und über 45.000 Steine in ganz Europa. Die aktuellen Steine in Tiergarten erinnern an die Deportation einer Familie mit 9 Kindern nach Auschwitz im Jahre 1942. An der Stelle des ehemaligen Wohnhauses dieser Menschen wurde in diesen Tagen am Hansaplatz an dieses grausame Verbrechen erinnert. An dieser Stelle sei nochmals erwähnt, dass das Hansaviertel in Berlin den höchsten Anteil an jüdischen Mitbewohnern besaß und als erster Wohnbereich als „Judenfrei“ gemeldet wurde. Im Krieg wurde dann das gesamte Viertel fast vollständig zerstört. Die…

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