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    Ost oder West?

    Während meiner Zeit als Rikschafahrer wurde ich immer regelmäßig gefragt ob ich aus dem Osten oder aus dem Westen käme. Meine diplomatische Antwort war stets: „Aus dem Süden“, weil ich in Lichterfelde aufgewachsen bin. Mit dieser Antwort wollte ich die Unterscheidung zwischen Ost und West endlich aus der Welt schaffen; zumindest in der Zeit bei mir in der Rikscha. Mit der Corona-Pandemie ist nun auch der Umsatz dieser Branche zusammengebrochen. Die meisten Fahrer sind woanders tätig, bleiben einfach Rentner, reisen und/oder schreiben Bücher. Alles hat seine Zeit und so findet wieder einmal eine drastische Änderung in Berlin statt. Obwohl die Zahl der Touristen stark zurückgegangen ist, stehen all überall mitten…

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    Sonne

    Genau zum Ende des Sommers verabschiedet sich die Sonne leuchtend gelb und kraftvoll. Jetzt kommt die dunkle Zeit. Die Nächte sind nun länger als die Tage. Nur in südlichen Gefilden sind die Tage und Nächte immer gleich lang. Leider sind diese Paradise besonders in Gefahr und für uns in jeder Hinsicht unerreichbar geworden. Dieser Film zeigt warum! Hier bei uns sind die Hoffnungen auf die die Besinnung der Menschheit auf die Rettung der Erde vergangen. Aus der anfänglichen Rücksicht und Freundlichkeit im Frühjahr ist offene Aggression geworden. Der verminderte CO2 Ausstoß durch den Rückgang des Flugverkehrs wird längst durch den gestiegenen Autoverkehr, die unverminderte weltweite Abholzung der Wälder und nun…

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    RTL II

    Bei meinem kürzlichen Krankenhausaufenthalt schlief ich die erste Nacht ganz alleine in einem Doppelzimmer. Gut für mich und den noch nicht anwesenden Bettnachbarn, denn meine Schmerzen waren noch nicht durch Tilidin betäubt worden und ich jammerte und stöhnte die ganze Nacht. Am nächsten Morgen kamen dann die richtigen Schmerzmittel und Manni. Manni war ein einfacher und netter Mann aus Pankow mit einer frisch operierten, linken Hand. Er war über ein Dreirad im Kindergarten gestolpert, wo er als Rentner als Hausmeister-Minijobber schaffen muss, weil die Rente nicht ausreicht. Wir hatten sofort einen guten Draht zueinander und er erzählte mir und der ganzen Station sein ganzes Leben, denn er hatte seine HÖRGERÄTE…

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    Berliner Feuerwehr

    Neulich hatte ich einen Unfall und ich musste die Feuerwehr rufen. Der Rettungswagen traf nur wenige Minuten nach unserem Notruf ein und die Männer traten derart freundlich, hilfsbereit, menschlich und liebevoll auf, dass ich mich sofort in guten Händen wusste und schon alleine dadurch eine Art of Heilung eintrat. Professionell wurde ich versorgt und sanft behandelt und ebenso ins Virchow transportiert, wo sich dieser – den Umständen entsprechende – freundliche Umgang mit mir und den anderen Unfallopfern fortsetzen sollte. In Deutschland vefügen wir über eines der besten Gesundheitssysteme der Welt, aber auch gute Möglichkeiten sich daran zu bereichern, denn: Als ich nach dem 7-tägigen Krankenhausaufenthalt eine orthopädische Praxis um die…

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    Alarmstufe Rot

    Operating instructions for the Installation called 1/99 Start video 2 – Laibach After 5 seconds start also the upside movie. Tune this volume down to 20 % When this movie 1 finished it´s up to you to start it again anytime or not Sit down and have a glas of red wine or beer Listen Was möchte uns der gestrige „Warntag“ sagen? Ist endlich der Bundesregierung der Ernst der Weltlage bewußt geworden? Naturgewalten drohen? Anschläge oder gar Krieg? Angst verbreiten – und sei es nur durch Symbole – ist immer ein gutes Mittel um die Bevölkerung gefügig zu machen. Weltweit. „Selbst jetzt kann ich den historischen Moment nicht vergessen, als…

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    Love or hate

    Neulich wurde sehr deutlich im Fernsehen gezeigt was für Menschen wir bräuchten um den momentanen Hass in der Gesellschaft einzudämmen. Der Philosoph R.D. Precht hat es in knapp 20 Minuten unbeabsichtigt geschafft einer bekannten Medienfrau ihre neutral-seriös-kompetente Maske zu entreissen. Aber auch andere Menschen zeigen mit ihrer Geschichte wo wir zur Zeit stehen und wohin wir uns entwickelt haben. So kann ich jedem das Buch „Jeder Krüppel ein Superheld“ von Christoph Keller wärmstens empfehlen ohne es selbst gelesen zu haben. Hier ein Auszug eines Gespräches mit ihm im Radio: „Das ist ein Biest das davon lebt, dass man dauernd von ihm redet, dass man seinen Namen nennt. Alle Sekunde lang…

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    Wall-Street meldet: Ekstase und Absturz

    Nach und nach verabschieden sich ehemalige Helden. „Walter Lure spielte immer mal wieder an der Seite von Thunders, hatte aber auch Gastauftritte bei den Ramones und startete mit The Waldos schließlich sein eigenes Ensemble. Obwohl er The Waldos schon Ende der Siebzigerjahre gegründet hatte, brachte er erst 2018, 40 Jahre später, deren erstes Album heraus. Vielleicht auch deshalb, weil Geld später offensichtlich kein Problem mehr für Walter Lure war: Nach seiner offiziellen Punkrockkarriere arbeitete er als Börsenmakler an der Wall Street. Die Nadelstreifenanzügen dazu hatte er ja schon; er musste sie nur stopfen und bügeln.“

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    Hansaplatz – eine Momentaufnahme

    Als nach dem 2. Weltkrieg 1957 mit der Interbau hier ein vollkommen neues Viertel entstand, wurde rund um den zukünftigen U-Bahnhof auch ein kleines Einkaufzentrum mit 13 Geschäften angelegt. Es gab das Kino Bellevue, Bolle, die Berliner Bank, Butter-Linder, ein Hussel-Schokoladengeschäft, ein Foto-Fachgeschäft, einen Schreibwarenladen, einen Blumenladen, eine Apotheke, die Drogerie von Bubi Scholz, einen Bäcker, und einen Zeitungsladen mit Lottoannahmestelle. Gegenüber im Scheibenhaus von Egon Eiermann war eine richtige Post, mit extra Paketannahmeschalter. 😉 Um die Ecke war Haxen-Hanne. Das war eine kleine, heile Welt mitten in West-Berlin. Oma und Opa wohnten nebenan im 12. Stock mit Blick in den Osten. 1986 – während unserer Schwangerschaft und auch danach…

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    Party

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    274, Phonoabteilung

    Wer kennt sie noch? Die guten, alten Portionsteller? Man aß davon im Urlaub, in Kantinen und natürlich bei BILKA am Zoo, einem Billigkaufhaus des Hertiekonzerns in den 60er und 70er Jahren. Also auch Hermann Tietz. Eine Zeit ohne den heutigen to-go-Verpackungswahnsinn. Oben – am Rand der Kuppel – befand sich einst das Restaurant des Kaufhauses mit Blick durch die mittlere Öffnung auf das Treiben in diesem Haus und mit Speisen in Kantinenqualität. Das Essen kam wohl direkt aus der Mitarbeiterkantine. Diese mussten jedoch in seperaten Räumen pausieren. So auch ich während eines Schülerpraktikums. 🙂 Es waren sehr einfache, ungemütliche Räume und alle rauchten damals wie Schlote. Wenn ich aber mit…

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    Alles aus Zucker

    Gestern haben die beiden Marktführer der Zuckerindustrie endgültig ihren Streit vor Gericht beendet. Lila bleibt lila und quadratsich bleibt quadratisch. Dem geneigten Zuckerjunkie ist es aber vollkommen egal welche Impulse ihn zu einem erneuten Fressanfall verleiten werden. Er hat gelernt, dass Süßes die Gefühle genau so gut betäubt wie Alkohol oder Drogen. Manche Menschen nehmen auch gerne eine Prise Arbeit, Sport, Gebet, TV oder Sex dazu. Nun hat die aktuelle Situation dazu geführt, dass sich manche Menschen nicht mehr so leicht ablenken können. Frau Berg benannte kürzlich diese Belohnungslücke im Leistungsleben des fleissigen Menschen in ihrer Spiegel-Kolumne treffend als „fehlende Ablenkunggeschenke“. Umso schwieriger war und ist es für materiell Abhängige…

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    Camping in Berlin

    Als West-Berliner hatte ich das große Privileg mit meinen Eltern das Wochenende in einem Wohnwagen am Wannsee verbringen zu dürfen. In Berlin so einen Stellplatz am Wasser zu haben glich einem Hauptgewinn im Lotto. In den Sommerferien fuhren wir dann meistens nach Dänemark nach Fyn. Deswegen bin ich auch mit den Regeln auf Campingplätzen bestens vertraut. Neulich habe ich im Internet als Fundstück der Woche einen Artikel gefunden der jungen Menschen die einfachsten Umgangsformen erklärt. Darin bekommen unsere Youngsters die Basics von Anstand und Rücksicht erklärt. Wie gut, dass es Menschen gibt die im Internet kostenfreie Nachhilfe in Erziehungsfragen geben. Zusammengefasst lauten also die wichtigsten Regeln wie folgt: Besser keine…

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    Möhrenstraße

    Da ist sie wieder – die Diskussion um den Namen dieser Straße. Mohrenstraße, Petersallee, Lüderitz, um nur einige Beispiele zu nennen wo es hakt mit der Umbenennung. Bereits im Jahre 2009 hatte Heidermarie Wieczorek-Zeul (SPD) eine Umbenennung erfolglos angeregt. Mit der Umbenennung der Straßen in Ost-Berlin wurde damals nicht lange gefackelt. Schwuppdiwupp waren Wilhelm-Pieck, Otto-Grotewohl, Clara-Zetkin, Dimitroff, Lenin, Engels, Karl-Marx-Stadt und störende Denkmäler aus der Zeit in der „DDR“ 😉 verschwunden. Bis die Mohrenstraße endlich aus dem Stadtbild verschwunden ist wäre eine Diskussion wünschenswert. So lange könnte diese Straße ja einfach wieder als Möhrenstraße gekennzeichnet werden. Kaufen Sie sich einfach kleine, schwarze Klebepunkte und legen Sie los… Dann können Sie…

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    Stefanie Hertel

    Endlich – nach 30 Jahren ist Ines Hertel – die Schwester von Stefanie Hertel (Foto) – eine kompetente Frau aus dem Osten zur Bundesverfassungsrichterin berufen worden. Da immer öfter unsere politischen Entscheidungen von diesem Gericht überprüft werden (müssen), ist Frau Hertel an einer entscheidenen Position angelangt. Ob Sie aber trotz der familiären Medienerfahrung in ihre Familie das ebensogroße Showtalent unseres Verkehrsministers durchschauen und ad Absurdum führen kann bleibt abzuwarten. ER ist einfach der beste Showman weit und breit. Nicht nur, dass er mindestens 500 Millionen ungestraft versenket hat und die Verkehrswende blockiert wo er nur kann, kürzlich hat er sich vor dem Brandenburger Tor den dort demonstrierenden Schäfchen von oben…

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    Mit dem Gecko spazieren gehen

    Nunmehr lebe ich seit 60 Jahren in meiner liebgehassten Stadt, neuerdings als Grossvater. Noch immer denke ich, dass ich ganz gut Bescheid weiß und mit der Zeit gehe. Aber natürlich ist dem nicht so. Dazu habe ich einfach viel zu wenig Kontakt zur Jugend. Diese feiert seit Wochen zu hunderten in den Parks und kümmert sich einen Scheiß um Cororna. Genau wie sich die Bevölkerung kein bisschen um wirklichen Umweltschutz oder die Arbeitsbedingungen von anderen Menschen in Fleischfabriken, auf Spargelfeldern, in Krankenhäusern oder bei Paketzustellern interessiert. Einfach weitermachen wie bisher scheint die Devise zu sein. Gleichgültigkeit fast überall. Was kümmert uns die Welt. Hauptsache wir können billig reisen, billig wohnen…

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    Menschen im Hotel

    Berlin war schon immer ein Ort für Geschichten in den besten Hotels. Zahlreiche Filme zeugen von der großartigen Filmgeschichte unserer Stadt. Die größten Weltstars spielten in den Verfilmungen des Romans „Menschen im Hotel“ von Vicki Baum der 1929 erschien. Uraufführung des Bühnenstücks war im Januar 1930 im Theater am Nollendorfplatz. Den Wandel der Zeiten können Sie sehr schön gerade an den verschiedenen Nutzungen dieses altehrwürdigen Hauses ablesen. Den größsten Schritt in die Zukunft hat nun das alte/neue ADLON am Pariser Platz gewagt. Dort werden Sie von einen Prototypen eines Hubots empfangen. Er ist der alten Zeit nachempfunden und wurde mit den allerbesten, internationalen Umgangsformen programmiert. So sputet er in alter…

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    Ich schwöre

    „Gnade und Weißheit, meine Freunde, sind einander begegnet. Rechtschaffenheit und Himmelssegen sollen vereint sein in einem Kuss. Der Mensch ist schwach und töricht. Uns allen ward kundgetan, dass wir Gnade finden sollen in der Schöpfung. Aber in unserer menschlichen Torheit und Kurzsichtigkeit bilden wir uns ein, die göttliche Gnade sei etwas Begrenztes, und das macht uns zittern. Wir zittern bevor wie unsere Wahl im Leben treffen, und wenn wir sie getroffen haben, zittern wir aufs neue, aus Furcht, dass wir falsch gewählt haben. Aber es kommt der Augenblick, da wir sehend werden und erkennen lernen, dass die Gnade unbegrenzt ist. Gottes Gnade, meine Freunde, will weiter nichts von uns, als…

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    George

    Wenn Du schwarz bist: Stecke deine Hände nicht in deine Taschen.  Trage keinen Hoodie.  Gehe nicht ohne T-Shirt nach draußen.  Bleibe in Kontakt mit deinen Leute, auch wenn du nur die Straße runter bist.  Sei nicht zu spät noch unterwegs.  Fasse nichts an, das du nicht kaufst.  Verlasse ein Geschäft nie ohne Kassenzettel oder eine Plastiktüte, auch wenn du nur ein Kaugummi gekauft hast.  Lass es nie so aussehen, als ob du eine Auseinandersetzung mit jemand anderem hast.  Verlasse dein Haus nicht ohne deinen Personalausweis.  Fahre nicht im Unterhemd Auto.  Fahre nicht Auto, wenn du einen Durag (Kopftuch afrikanischer Herkunft) trägst.  Gehe nicht nach draußen, wenn du ein Unterhemd oder…

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    Die Badesaison ist eröffnet

    Seit heute können Menschen ohne Privatjet, ohne Pool im Keller oder im Garten auch wieder schwimmen gehen. Dafür wurde extra ein Hygienekonzept der Berliner Bäderbetriebe erarbeitet. Diese Regeln lauten für die 4 ab heute geöffneten Freibäder zusammengefasst wie folgt: Eintritt nur mit Online-Ticket Vor dem Besuch müssen Badegäste ein Online-Ticket für ein bestimmtes Zeitfenster buchen. Die Karten kosten einheitlich 3,80 Euro pro Besuch. Um Infektionen nachverfolgen zu können, werden Besucher um Name und Telefonnummer gebeten. Die Kassen der Bäder sind geschlossen. Unterschiedliche Zeitfenster Die Zeitfenster sind von Bad zu Bad unterschiedlich, in der Regel sind sie jedoch mehrere Stunden lang. Die Badezeit endet 30 Minuten vor dem Ende des gebuchten…

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    Brüssel als Vorbild?

    Am 4. Mai sendete die „Lügenpresse“ einen Beitrag über eine spektakuläre, verkehrspolitische Wende ich Brüssel. Ab sofort ist dort die gesamte Innenstadt zur Menschenzone erklärt worden. Fussgänger, Kinder und Radfahrer haben Vorrang. Autos dürfen nur noch 20 km/h fahren. Die Reaktionen auf die Pläne sind allerdings gemischt. Eine Anwohnerin findet die Idee toll. Ein Taxifahrer meint, man müsse dann eben etwas vorsichtiger fahren, aber das werde schon klappen. Vorsichtiger fahren? Taxifahrer? Autofahrer? Radfahrer? In Deutschland für mich unvorstellbar. Die wunderbare Stille, gegenseitige Rücksichtnahme und Gelassenheit in der Stadt während des Lockdowns ist schon jetzt wieder fast vollständig dem normalen Wahnsinn gewichen. Die Menschen hetzen fast noch mehr als vorher; egal…

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    R.I.P. TXL

    Nachdem auch ich immer wieder auf die mehrfach angekündigten Schließungen unseres geliebten Flughafens hereingefallen bin und sogar darüber berichtet hatte, ist nun klammheimlich, still und leise der Bertrieb dort eingestellt worden. Ab sofort sind die Hallen dort verschlossen und bewacht. Zu viele wehmütige Berliner*innen wollten dort laut Management „spazieren gehen“. Wie gut, dass ich dies vor 6 Wochen noch einmal getan habe – in weiser Voraussicht auf genau diese hinterlistige Schließung ohne weitere Vorankündigung. Dies Vorgehen passt aber sehr gut zu dem ganzen unorganisierten Chaos rund um das Thema BER. So ist mein „Aprilscherz“ tatsächlich wahr geworden und meine dort veröffentlichten Fotos haben noch einen zusätzlichen Seltenheitswert erhalten. Immerhin. Die…

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    Alles wie immer!

    Einige wenige Demonstranten stehen am Brandenburger Tor und kämpfen für Abrüstung – für Frieden. Um die Ecke demonstrieren hunderte Verschwörungstheoretiker die eine Lockerung der Einschränkungen fordern – ohne den vernünftigen Abstand aber dafür gerne auch mit körperlicher Gewalt. Und Fernsehteams werden neuerdings auch wieder brutal angegriffen. Wehret den Anfängen!!! Herr Altmeier wünscht sich die Förderung benzingetriebener Autos, Restaurants fordern endlich die Öffnung – jede Branche kämpft ums Überleben. Aber auch  mit Sinn und Verstand? Wer am lautesten schreit gewinnt. So ist leider meine Erfahrung. Vergessen sind Umweltschutz, Flüchtende, Hunger, Krieg, Mitgefühl und Vernunft. Und so hat der nächste „Krieg“ bereits begonnen. Anja Reich beschreibt heute in der Zeitung ganz gut…

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    Alles nicht so schlimm

    Unser Heim- und Weltsender RBB meldet: Der „Lockdown“ ist nicht der Grund für die saubere Luft in Berlin. Schade, dass ich in meinem letzten Eintrag eine Falschmeldung verbreitet habe. Ich dachte immer die Abgase der Autos, der Flugzeuge, der Fabriken und der Kraftwerke wären hauptsächlich schuld an der schlechten Luft in Berlin. Nun weiß ich; dass Wetter und der Wind sind entscheidend. Wenn der meistens vorherrschende Westwind ausreichend weht, dann können wir einfach so weitermachen wie bisher. Danke RBB. Wie gut, dass ich von Euch so gut informiert werde jeden Tag. Schon in meiner Kindheit in den 1960er Jahren informierte sich meine Mutter jede Woche umfassend über die wichtigsten Dinge…

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    700.000.000 €

    Es scheint wir hätten die „Coronakrise“ schon überstanden. Kleinere Geschäfte öffnen wieder, bald auch die Schulen – zumindest in Berlin. Abi wird geschrieben! Schon klar. Sogar die Einkaufsmalls werden bald geöffnet und die BVG geht dann auch zum Normalbetrieb über. Danach werden auch die Produktionsstätten von AUTOS wieder hoch gefahren. Wirtschaft first. Es muss einfach irgendwie weitergehen. In 4 Wochen ist dann alles vergessen, oder? Wird die Welt so sein wie vor dem Virus? Wer das denkt ist wohl ein Idealist und Träumer. Nicht nur der Blumenkohl dürfte sich verteuern. Die bisherige Unterstützung von 700 Mrd. der Regierung werden von irgendwem mit irgendwas bezahlt werden müssen. Raten Sie mal von…

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    April, April oder „Als wäre Wirtschaft ein atmendes Wesen, das auch dösen oder schlafen und sogar träumen kann“. Matthias Horx

    Eines hat so ein Virus wirklich bewirkt. Der neue Flughafen BER wird nun definitiv im Herbst eröffnen, denn heute wurde unser guter, alter TXL geschlossen. Jetzt haben die Fluggesellschaften viel Zeit ihren Umzug in Ruhe durchzuführen, müssen sich jedoch mit den Bauarbeiten arrangieren. Ab sofort werden dann auch noch 10.000 Menschen für den baldigen Probelauf von BER gesucht. Die feierliche Eröffnung findet dann endgültig am 31. Oktober 2020 statt. Tegel ist ab sofort geschlossen. Natürlich gibt es viele weitere Veränderungen hier in Berlin. Plötzlich wird das Fahrrad zu einen akzeptierten Verkehrsmittel. Das Gedränge in der S-Bahn und im Straßenverkehr ist vorbei und die Berliner Luft hat sich spürbar verbessert. Diskussionen…

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    Nand Kumar und Prem Singh

    Corona weltweit. So ist die Lage in Indien bei unseren Kollegen und Mitmenschen. „Man könnte schmunzeln, aber dafür ist die Lage zu ernst“, meint der Kommentator im ZDF abschließend. Welche Lage meint er denn? Die Corona-Lage oder den Skandal, dass weltweit Millionen Menschen auch heute noch hungern müssen, während wir hier Klopapier und Seife und die Amis Schusswaffen horten? Rikscha fahren – immer ein Vergnügen.

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    Update Berlin

    Was beschert mir der Virus? Was geschieht in Berlin? In Berlin sind größtenteils Rücksichtnahme und Langsamkeit eingekehrt. Die Touristenmassen sind weg, man kann spazieren gehen ohne angerempelt zu werden. Ebenso beim Fahrrad- oder Autofahren. Eine Art of Normalzustand ist zurückgekehrt. Das Berliner Tempo ist runtergefahren und wird weiter runtergefahren werden. Die Menschen und die Stadt kommen zur Ruhe. Endlich! Berlin wirkt aufgeräumt und menschlich. E-Roller liegen nicht mehr herum. Ein ungewohntes Bild so ganz ohne diese Stolperfallen und den ganzen Müll überall. Menschen lächeln sich an oder schauen skeptisch aber niemals feindseelig. Eine Art oft Zusammenhalt wird spürbar. Man kann die Natur und die Vögel wieder hören. Der Verkehrs- und…

  • Tagebuch

    Corona oder Covid?

    Filmliste 12 Monkeys Blade Runner Alien Matrix Gattaca AI Contact Brazil Real Humans (Serie) Die Klapperschlange Ex – Machina Blade Runner 2049 Solaris Und dann noch was Neues. Wieso spielt in allen Science-Fiction-Filmen das Böse immer in China oder wenigstens in Asien? COMA Buchtipps Die Pest von Albert Camus (spielt in Algerien) Wunderbare Jahre – Als wir noch die Welt bereisten von Sibylle Berg Die Tyranei des Schmetterlings von Schätzing Ansonsten genieße ich diesen ständige Sonntage. In meiner Straße ist es so ruhig wie vor über 10 Jahren. Erst jetzt bemerke ich es schleichend immer voller und lauter geworden war vor meinem Fenster. Nur wenige Menschen flanieren über eine gespenstisch…

  • Tagebuch

    Saison 2020- Die Zeitenwende

    Es gab eine Zeit vor Covid-19 und wird eine Zeit danach geben. Aber zur Zeit schaut auch die Berliner Tourismusbranche zunächst einmal der kommenden Saison mit großer Sorge entgegen. Wie es aussieht, wird diese wohl komplett ausfallen. Zunächst einmal meldet die Berliner Zeitung aber dies: Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) bleibt wegen eines Kontakts zu einem möglicherweise mit dem Coronavirus Infizierten vorerst weiter zu Hause in Ingolstadt. Es soll zunächst das Testergebnis der Kontaktperson abgewartet werden, wie Seehofers Sprecher Steve Alter der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag sagte. „Wir rechnen damit, dass wir heute Abend mehr Klarheit haben.“ (AFP) Oder war Herr Seehofer nach Feierabend heimlich gegenüber in der Trompete feiern? Aber…

  • Tagebuch

    Verrichtungsboxen

    An der Osloerstraße im Wedding sind nagelneue Bio-Toiletten aufgestellt worden. Nachdem nun auch ein selbstbestimmtes Sterben von unserem höchsten Gericht erlaubt worden ist, plant der Senat von Berlin bald an den bekannten sozialen Brennpunkten der Stadt Boxen aufzustellen, in denen sich Menschen – welche im System Kapitalismus gescheitert sind – selbst entsorgen können. Die Reste der menschlichen Hülle werden zu Dünger (Foto) verarbeitet. Evtl. vorhandene Angehörige erhalten eine pauschale Ausgleichzahlung in Höhe von 5.000 € für die eingesparten Sozialhilfe- und Rentenkosten. Auch dies ist wieder ein zielführendes Projekt der Gruppe „Hartz 5“ zur Optimierung der Leistungsgesellschaft. Rikscha fahren – immer ein Vergnügen.

  • Tagebuch

    „Man lebt nur einmal“,

    sagte die Influencerin Frau Ochsenknecht im letzten Kölner Treff auf die Frage warum sie im kommenden Sommer mit ihrer Mutter in Anbetracht der Umweltverschmutzung ausgerechnet eine Kreuzfahrt machen würde. Dazu führte sie weiter aus, „dass es ein bedeutendes Fest von drei Generationen sei und dieses in einem angemessenem Rahmen gefeiert werden soll“. Ja, so hat jeder seine persönliche Ausrede warum er/sie eben NICHT verzichten kann oder möchte. Der zustimmende Beifall im Studio für diese Aussage zeigte alles über die Gedankenlosigkeit, den Egoismus und die mangelnde Bereitschaft der breiten Masse etwas für die nachfolgenden Generationen zu tun – oder eben nicht zu tun. Sibylle Berg formulierte es gerade eben so: „Oder…

  • Tagebuch

    Tesla

    Nachdem das forsche Voranschreiten der Firma „Tesla“ und die damit verbundene Rohdung der Grünfläche des betreffenden Grundstücks in Grünheide gestoppt worden ist, fragen sich die Menschen warum eine tschechische Firma überhaupt so eine große Fabrik dort bauen möchte. Obwohl „Retro“ noch immer voll im Trend ist, erscheint doch die Dimension dieser Fabrik für Tonbandgeräte oder Radios viel zu überdimensionert zu sein. Rikscha fahren – immer ein Vergnügen.

  • Tagebuch

    13

    Am 07. Februar war bereits der 13. Tote in Berlins Straßenverkehr zu beklagen. Diesmal wurde ein 64 jähriger Mann bei einem unerlaubten Überholvorgang mit hohem Tempo direkt von hinten umgefahren und starb noch am Abend im Krankenhaus. Der Autofahrer blieb unverletzt. Nun sucht nun der Autofahrer einen guten Anwalt, damit er – nach einer nur geringen Strafe – bald wieder so weiterfahren kann. Unsere Behörden werden es möglich machen. Rikscha fahren – immer ein Vergnügen.

  • Tagebuch

    Der Tag von Potsd… äh Erfurt

    Hat Herr Kemmerich wirklich aufgepasst? Eher nicht. Sonst wäre gerade in unserm Land – natürlich hinter verschlossenen Türen – eine Wiederholung der Geschichte nicht möglich geworden. Die Berliner Zeitung reflektiert hier die von langer Hand vorbereitete Symbolik dieses Tages. Durch diesen Trick wurde eine Plattform für einem landesweit bekannten Faschisten zu diesem Affentheater verholfen. Schämt Euch! Alle! Sagt später niemals ihr hättet nichts gewusst. Es glaubt Euch sowieso keiner mehr irgendwas. Dieser Punkt geht leider komplett an die Gegner der Demokratie. So schmerzlich es ist, so wahr ist leider auch diese Offenbahrung. Immerhin ist jetzt sehr deutlich geworden wie gefährdet unsere Demokratie schon durch ein so simples, durchsichtiges Manöver ist.…

  • Tagebuch

    3.432.000.000.000.000.000

    Während zu Hause die Menschen maloochen, machen es sich sämtliche Rikschafahrer in der Buissinessclass einer A 380 bequem und überwintern einfach in schönen, wärmeren Gefilden. Schon die Anreise ist eine angemessene und umweltfreundliche Belohnung für die Strapazen des Sommers. Rikscha fahren – immer ein Vergnügen.

  • Tagebuch

    Burning

    PLAY LOUD and feel: Australien brennt und die Welt dazu. Die Wachstumsbefürworter raten: 3% Wachstum pro Jahr. Das bedeutet, dass im Jahr 2037 ALLES doppelt so oft vorhanden ist und doppelt soviel konsumiert werden wird. Doppelt so viele Menschen bedeutet auch doppelt so viele Autos, Schiffe, Flugzeuge, Strom, Wasser, Nahrungmittel, Alkohol und DROGEN. Ob die Dosis der Drogen dann aber noch ausreichen wird um die REALITÄT zu verdrängen weiß ich nicht. Aber Rikscha fahren ist immer ein Vergnügen und vollkommen CO2- Neutral!

  • Tagebuch

    Krieg statt Umweltschutz

    Gestern hat mich eine Nachricht besonders erschüttert. Ähnlich wie schon Herr Köhler als Bundespräsident hat sich nun AKK als Kriegtreiberin geoutet. Zitat: „Als Europa sind wir stark – wirtschaftlich, politisch und auch militärisch. Wenn wir es denn sein wollen und bestehende Hürden aus dem Weg räumen. Tun wir es nicht, verzwergen wir uns. Für mich ist klar: Das geht nur mit einem starken deutsch-französischen Tandem. „ Ein ähnliche Aussage hat Herrn Köhler einst zum Rücktritt gezungen. Zitat: „Meine Einschätzung ist aber, dass insgesamt wir auf dem Wege sind, doch auch in der Breite der Gesellschaft zu verstehen, dass ein Land unserer Größe mit dieser Außenhandelsorientierung und damit auch Außenhandelsabhängigkeit auch…

  • Tagebuch

    19. Dezember – ein trauriger Tag

    Als ich heute auf dem Breitscheidplatz versuchte an der Gedenkfeier vor der Gedächtniskirche teilzunehmen wurde mir zunächst der Zutritt verweigert. Zu viel Prominenz. Sicherheitsstufe I. Erst ein Polizist mit Herz gewährte mir den verspäteten Zutritt. Danke dafür! Vor und nachher durfte ich jedoch andere Betroffene kennen lernen. Da war zunächst die Betreiberin des Entenangelbeckens, die heute genau gegenüber des Zoo-Palasts steht, dort steht wo der LKW seinen Weg in den Weihnachtsmarkt nahm. Auch sie war enttäuscht darüber, dass der Marktbetrieb bis um kurz vor 20.00 Uhr gnadenlos weiterging, wo doch inmitten des Platzes die Trauernden trauen wollten. Der Frau rannten während unseres Gespräches noch immer die Tränen über die Wangen,…

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    Nebel am Schlachtensee

    Frühmorgens. Der See liegt in dichtem Nebel. Je heller es wird, je heller wird auch meine Sicht auf den Zustand unseres Landes, und der ist wirklich erbärmlich. Warum sind die Rechten auch hierzulande so erstarkt? Begonnen hatte es nämlich nicht erst mit den Maßnahmen der SPD Anfang der 2000 er Jahre mit der Einführung von Hartz 4, womit die Spaltung der Solidargemeinschaft begonnen hat. Nein; begonnen hatte es mit der Treuhandgesellschaft, die nach der Wende ein ganzes Land und dessen Bevölkerung degradierte. Da hilft nur in die Natur gehen, der Stille lauschen, beten und atmen. Gut, dass wenigstens dort freundliche Menschen unterwegs sind und sich meistens lächelnd grüßen. Rikscha fahren…

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    Grauer Totensonntag

    Läuft man/frau am frühen Sonntagmorgen vom Bahnhof Zoo zum Europa-Center ergibt sich ein dröges Bild von der City von West-Berlin. Neben dem Aufbau des Weihnachtsmarktes und den furchtbaren Erinnerungenn an den Anschlag vor 3 Jahren, verschandeln nun auch noch zigtausend Leihfahrzeuge und drastische Terrorblocker die Innenstadt. Erinnerungsfotos aus Berlin OHNE ROLLER sind ab sofort eine Rarität! Wie bescheuert; also der Scheuerroller… Weihnachtsmarkt am Europa-Center: ALLE sind genervt von diesen Rollern. Wer möchte schon diesen zusätzlichen (auch noch Sonder-) Müll auf den Straßen haben?!! Nun darf das Ordnungsamt der leichtfertigen Erlaubnis unseres – hinter getönten Autoscheiben reisendem Verkehrminister – hinterher hecheln. Die haben ja auch sonst nichts Wichtiges zu tun. Hier…

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    A.M.O.K. Jubelparade

    Neben der Woche der bunten Feierlichkeiten zum 30 jährigen Jubiläum des Falls der Berliner Mauer am 9. November 1989 war heute auch diese schöne Inszenierung zu bewundern. Die Demonstration endete – sehr gut abgeschirmt von der Polizei hinter dem Rücken der meisten Besucher (genau wie auch die Geschäfte dieser Herren) fast unbemerkt – genau vor dem Sitz mehrerer großer Waffenproduzenten/lobbyisten am Pariser Platz. Lustig? Die Polizisten fanden es gar nicht spaßig! 😉 Die fielen eher durch Patzigkeit und/oder eiskalte Unnahbarkeit auf. Darauf ist immer Verlass. Hier der Aufruf der Aktivisten: Wir haben Grund zu jubeln: Endlich wieder öffentliche Gelöbnisse mit Stil und Würde! Endlich wieder Held sein dürfen, überall in…

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    Saisonende

    Nach dem „Festival of lights“ und der Zeitumstellung endet traditionsgemäß für die meisten Rikschafahrer die Saison. Reine Taxifahrten ohne nenneswerte Qualität sind aber auch im Winter zu haben. Die Rikschafahrer mit Anspruch hingegen arbeiten dann z.B. als Heizungsableser, auf den Weihnachtsmärkten oder machen einfach Pause und genießen die Zeit mit der Familie. Aber auch ein Jahr voller Nachdenklichkeiten geht zu Ende. Nachdenken über die Lokal- und Weltpolitik, die erneuten Kriege, und das eigene Verhalten. Habe ich mich so verhalten, dass ich die Ressourcen der Erde nicht über die Maßen beansprucht habe? War ich freundlich zu meinen Mitmenschen? Verhalte ich mich wirklich sozial? Bald kommt die Weihnachtszeit. Der immer wiederkehrende Konsum.…

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    Terre de Moab

    Wie heute berichtet wird, ist geplant die gute, alte Turmstraße für den Anschluss der STRASSENBAHN umzubauen. Ab 2022 soll die Verlängerung der Linie M10 vom Hauptbahnhof bis zur U9 an der Turmstraße fertig werden. 😉 Dadurch fallen sämtlich Parkplätze auf dieser Straße weg und 85 Bäume auf der Strecke dazu. Zugegeben, recht hübsch sieht die Visualisierung des Planungsbüros aus. Und rechnen können die auch. Zitat: „Auch wenn die Kosten der Tram am Ende über der jetzigen Schätzung, die auf dem Niveau von 2013 basiert, liegen werden – pro Kilometer werden sie sich auf einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag beschränken. Dagegen schlägt die U5-Verlängerung in Mitte mit 250 Millionen Euro für jeden…

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    Bericht aus Berlin

    Eine Woche der Proteste von „Extinction Rebellion“ geht zu Ende. Was habe ich erlebt? Ich erlebte die Ignoranz und den Egoismus von 90% der Menschen. Die Demonstranten jedoch strahlten eine große Liebe und Zuversicht aus. Sehr besorgte, junge Menschen blockierten friedlich zahlreiche Brücken in Berlin und weltweit und brachten so den Alltag eher geringfügig durcheinander. Aber anstatt einmal nachzudenken worum es diesen vielen Menschen geht begegneten mir die unterschiedlichsten Argumente warum dieser Protest sinnlos sei. Dabei ist mir aufgefallen, dass das Hauptproblem der Gegner war sich nicht schnell genug voran bewegen zu können. Egal ob Autofahrer, Fußgänger, ja sogar Rikschafahrer betrachteten diese weltweite Grossdemonstration als überflüssig. Oft genannt wurde eine…

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    7. Oktober 1989/2019

    Der eigentliche Feiertag der Wende müsste wohl der heutige Tag sein; der Tag an dem die Menschen vor dem Palast der Republik den Politkern drinnen deutlich zeigten was sie vor der aktuellen Politik hielten. Viele wurden verhaftet und verletzt. Gorbi war der Held des Tages. Angefangen hatte diese Demonstration auf dem Alexanderplatz an der Weltzeituhr. Dort hatten sich viele Menschen durch Flüsterprogaganda (Heute:Flashmob) versammelt, ohne zu wissen was abgehen würde. Dann wurde daraus die erste spontane Demo in Ostberlin. Im Westen dagegen war alles wie immer. 7. Oktober 2019 Die Jugend lässt sich nicht länger vertösten. Wie wollen wir die Veränderung der Politik erreichen um die Erde (vielleicht noch) zu…