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    Ost oder West?

    Während meiner Zeit als Rikschafahrer wurde ich immer regelmäßig gefragt ob ich aus dem Osten oder aus dem Westen käme. Meine diplomatische Antwort war stets: „Aus dem Süden“, weil ich in Lichterfelde aufgewachsen bin. Mit dieser Antwort wollte ich die Unterscheidung zwischen Ost und West endlich aus der Welt schaffen; zumindest in der Zeit bei mir in der Rikscha. Mit der Corona-Pandemie ist nun auch der Umsatz dieser Branche zusammengebrochen. Die meisten Fahrer sind woanders tätig, bleiben einfach Rentner, reisen und/oder schreiben Bücher. Alles hat seine Zeit und so findet wieder einmal eine drastische Änderung in Berlin statt. Obwohl die Zahl der Touristen stark zurückgegangen ist, stehen all überall mitten…

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    Sonne

    Genau zum Ende des Sommers verabschiedet sich die Sonne leuchtend gelb und kraftvoll. Jetzt kommt die dunkle Zeit. Die Nächte sind nun länger als die Tage. Nur in südlichen Gefilden sind die Tage und Nächte immer gleich lang. Leider sind diese Paradise besonders in Gefahr und für uns in jeder Hinsicht unerreichbar geworden. Dieser Film zeigt warum! Hier bei uns sind die Hoffnungen auf die die Besinnung der Menschheit auf die Rettung der Erde vergangen. Aus der anfänglichen Rücksicht und Freundlichkeit im Frühjahr ist offene Aggression geworden. Der verminderte CO2 Ausstoß durch den Rückgang des Flugverkehrs wird längst durch den gestiegenen Autoverkehr, die unverminderte weltweite Abholzung der Wälder und nun…

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    RTL II

    Bei meinem kürzlichen Krankenhausaufenthalt schlief ich die erste Nacht ganz alleine in einem Doppelzimmer. Gut für mich und den noch nicht anwesenden Bettnachbarn, denn meine Schmerzen waren noch nicht durch Tilidin betäubt worden und ich jammerte und stöhnte die ganze Nacht. Am nächsten Morgen kamen dann die richtigen Schmerzmittel und Manni. Manni war ein einfacher und netter Mann aus Pankow mit einer frisch operierten, linken Hand. Er war über ein Dreirad im Kindergarten gestolpert, wo er als Rentner als Hausmeister-Minijober schaffen muss, weil die Rente nicht ausreicht. Wir hatten sofort einen guten Draht zueinander. Er erzählte mir und der ganzen Station – wegen der Hitze stand unsere Zimmertüre fast immer…

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    Love or hate

    Neulich wurde sehr deutlich im Fernsehen gezeigt was für Menschen wir bräuchten um den momentanen Hass in der Gesellschaft einzudämmen. Der Philosoph R.D. Precht hat es in knapp 20 Minuten unbeabsichtigt geschafft einer bekannten Medienfrau ihre neutral-seriös-kompetente Maske zu entreissen. Aber auch andere Menschen zeigen mit ihrer Geschichte wo wir zur Zeit stehen und wohin wir uns entwickelt haben. So kann ich jedem das Buch „Jeder Krüppel ein Superheld“ von Christoph Keller wärmstens empfehlen ohne es selbst gelesen zu haben. Hier ein Auszug eines Gespräches mit ihm im Radio: „Das ist ein Biest das davon lebt, dass man dauernd von ihm redet, dass man seinen Namen nennt. Alle Sekunde lang…

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    Wall-Street meldet: Ekstase und Absturz

    Nach und nach verabschieden sich ehemalige Helden. „Walter Lure spielte immer mal wieder an der Seite von Thunders, hatte aber auch Gastauftritte bei den Ramones und startete mit The Waldos schließlich sein eigenes Ensemble. Obwohl er The Waldos schon Ende der Siebzigerjahre gegründet hatte, brachte er erst 2018, 40 Jahre später, deren erstes Album heraus. Vielleicht auch deshalb, weil Geld später offensichtlich kein Problem mehr für Walter Lure war: Nach seiner offiziellen Punkrockkarriere arbeitete er als Börsenmakler an der Wall Street. Die Nadelstreifenanzügen dazu hatte er ja schon; er musste sie nur stopfen und bügeln.“

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    Hansaplatz – eine Momentaufnahme

    Als nach dem 2. Weltkrieg 1957 mit der Interbau hier ein vollkommen neues Viertel entstand, wurde rund um den zukünftigen U-Bahnhof auch ein kleines Einkaufzentrum mit 13 Geschäften angelegt. Es gab das Kino Bellevue, Bolle, die Berliner Bank, Butter-Linder, ein Hussel-Schokoladengeschäft, ein Foto-Fachgeschäft, einen Schreibwarenladen, einen Blumenladen, eine Apotheke, die Drogerie von Bubi Scholz, einen Bäcker, und einen Zeitungsladen mit Lottoannahmestelle. Gegenüber im Scheibenhaus von Egon Eiermann war eine richtige Post, mit extra Paketannahmeschalter. 😉 Um die Ecke war Haxen-Hanne. Das war eine kleine, heile Welt mitten in West-Berlin. Oma und Opa wohnten nebenan im 12. Stock mit Blick in den Osten. 1986 – während unserer Schwangerschaft und auch danach…

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    Camping in Berlin

    Als West-Berliner hatte ich das große Privileg mit meinen Eltern das Wochenende in einem Wohnwagen am Wannsee verbringen zu dürfen. In Berlin so einen Stellplatz am Wasser zu haben glich einem Hauptgewinn im Lotto. In den Sommerferien fuhren wir dann meistens nach Dänemark nach Fyn. Deswegen bin ich auch mit den Regeln auf Campingplätzen bestens vertraut. Neulich habe ich im Internet als Fundstück der Woche einen Artikel gefunden der jungen Menschen die einfachsten Umgangsformen erklärt. Darin bekommen unsere Youngsters die Basics von Anstand und Rücksicht erklärt. Wie gut, dass es Menschen gibt die im Internet kostenfreie Nachhilfe in Erziehungsfragen geben. Zusammengefasst lauten also die wichtigsten Regeln wie folgt: Besser keine…

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    Möhrenstraße

    Da ist sie wieder – die Diskussion um den Namen dieser Straße. Mohrenstraße, Petersallee, Lüderitz, um nur einige Beispiele zu nennen wo es hakt mit der Umbenennung. Bereits im Jahre 2009 hatte Heidermarie Wieczorek-Zeul (SPD) eine Umbenennung erfolglos angeregt. Mit der Umbenennung der Straßen in Ost-Berlin wurde damals nicht lange gefackelt. Schwuppdiwupp waren Wilhelm-Pieck, Otto-Grotewohl, Clara-Zetkin, Dimitroff, Lenin, Engels, Karl-Marx-Stadt und störende Denkmäler aus der Zeit in der „DDR“ 😉 verschwunden. Bis die Mohrenstraße endlich aus dem Stadtbild verschwunden ist wäre eine Diskussion wünschenswert. So lange könnte diese Straße ja einfach wieder als Möhrenstraße gekennzeichnet werden. Kaufen Sie sich einfach kleine, schwarze Klebepunkte und legen Sie los… Dann können Sie…

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    Mit dem Gecko spazieren gehen

    Nunmehr lebe ich seit 60 Jahren in meiner liebgehassten Stadt, neuerdings als Grossvater. Noch immer denke ich, dass ich ganz gut Bescheid weiß und mit der Zeit gehe. Aber natürlich ist dem nicht so. Dazu habe ich einfach viel zu wenig Kontakt zur Jugend. Diese feiert seit Wochen zu hunderten in den Parks und kümmert sich einen Scheiß um Cororna. Genau wie sich die Bevölkerung kein bisschen um wirklichen Umweltschutz oder die Arbeitsbedingungen von anderen Menschen in Fleischfabriken, auf Spargelfeldern, in Krankenhäusern oder bei Paketzustellern interessiert. Einfach weitermachen wie bisher scheint die Devise zu sein. Gleichgültigkeit fast überall. Was kümmert uns die Welt. Hauptsache wir können billig reisen, billig wohnen…

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    Menschen im Hotel

    Berlin war schon immer ein Ort für Geschichten in den besten Hotels. Zahlreiche Filme zeugen von der großartigen Filmgeschichte unserer Stadt. Die größten Weltstars spielten in den Verfilmungen des Romans „Menschen im Hotel“ von Vicki Baum der 1929 erschien. Uraufführung des Bühnenstücks war im Januar 1930 im Theater am Nollendorfplatz. Den Wandel der Zeiten können Sie sehr schön gerade an den verschiedenen Nutzungen dieses altehrwürdigen Hauses ablesen. Den größsten Schritt in die Zukunft hat nun das alte/neue ADLON am Pariser Platz gewagt. Dort werden Sie von einen Prototypen eines Hubots empfangen. Er ist der alten Zeit nachempfunden und wurde mit den allerbesten, internationalen Umgangsformen programmiert. So sputet er in alter…

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    Shutdown

    Nun hat auch die letzte kulturelle Einrichtung geschlossen. Hauptsache die Frisöre bleiben geöffnet! Die Gegenmaßnahmen sind: Rikscha fahren – immer ein Vergnügen.

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    Saison 2020- Die Zeitenwende

    Es gab eine Zeit vor Covid-19 und wird eine Zeit danach geben. Aber zur Zeit schaut auch die Berliner Tourismusbranche zunächst einmal der kommenden Saison mit großer Sorge entgegen. Wie es aussieht, wird diese wohl komplett ausfallen. Zunächst einmal meldet die Berliner Zeitung aber dies: Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) bleibt wegen eines Kontakts zu einem möglicherweise mit dem Coronavirus Infizierten vorerst weiter zu Hause in Ingolstadt. Es soll zunächst das Testergebnis der Kontaktperson abgewartet werden, wie Seehofers Sprecher Steve Alter der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag sagte. „Wir rechnen damit, dass wir heute Abend mehr Klarheit haben.“ (AFP) Oder war Herr Seehofer nach Feierabend heimlich gegenüber in der Trompete feiern? Aber…

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    Verrichtungsboxen

    An der Osloerstraße im Wedding sind nagelneue Bio-Toiletten aufgestellt worden. Nachdem nun auch ein selbstbestimmtes Sterben von unserem höchsten Gericht erlaubt worden ist, plant der Senat von Berlin bald an den bekannten sozialen Brennpunkten der Stadt Boxen aufzustellen, in denen sich Menschen – welche im System Kapitalismus gescheitert sind – selbst entsorgen können. Die Reste der menschlichen Hülle werden zu Dünger (Foto) verarbeitet. Evtl. vorhandene Angehörige erhalten eine pauschale Ausgleichzahlung in Höhe von 5.000 € für die eingesparten Sozialhilfe- und Rentenkosten. Auch dies ist wieder ein zielführendes Projekt der Gruppe „H 5“ zur Optimierung der Leistungsgesellschaft. Rikscha fahren – immer ein Vergnügen.

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    Krieg statt Umweltschutz

    Gestern hat mich eine Nachricht besonders erschüttert. Ähnlich wie schon Herr Köhler als Bundespräsident hat sich nun AKK als Kriegtreiberin geoutet. Zitat: „Als Europa sind wir stark – wirtschaftlich, politisch und auch militärisch. Wenn wir es denn sein wollen und bestehende Hürden aus dem Weg räumen. Tun wir es nicht, verzwergen wir uns. Für mich ist klar: Das geht nur mit einem starken deutsch-französischen Tandem. „ Ein ähnliche Aussage hat Herrn Köhler einst zum Rücktritt gezungen. Zitat: „Meine Einschätzung ist aber, dass insgesamt wir auf dem Wege sind, doch auch in der Breite der Gesellschaft zu verstehen, dass ein Land unserer Größe mit dieser Außenhandelsorientierung und damit auch Außenhandelsabhängigkeit auch…

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    Nebel am Schlachtensee

    Frühmorgens. Der See liegt in dichtem Nebel. Je heller es wird, je heller wird auch meine Sicht auf den Zustand unseres Landes, und der ist wirklich erbärmlich. Warum sind die Rechten auch hierzulande so erstarkt? Begonnen hatte es nämlich nicht erst mit den Maßnahmen der SPD Anfang der 2000 er Jahre mit der Einführung von Hartz 4, womit die Spaltung der Solidargemeinschaft begonnen hat. Nein; begonnen hatte es mit der Treuhandgesellschaft, die nach der Wende ein ganzes Land und dessen Bevölkerung degradierte. Da hilft nur in die Natur gehen, der Stille lauschen, beten und atmen. Gut, dass wenigstens dort freundliche Menschen unterwegs sind und sich meistens lächelnd grüßen. Rikscha fahren…

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    Saisonende

    Aber auch ein Jahr voller Nachdenklichkeiten geht zu Ende. Nachdenken über die Lokal- und Weltpolitik, die erneuten Kriege, und das eigene Verhalten. Habe ich mich so verhalten, dass ich die Ressourcen der Erde nicht über die Maßen beansprucht habe? War ich freundlich zu meinen Mitmenschen? Verhalte ich mich wirklich sozial? Bald kommt die Weihnachtszeit. Der immer wiederkehrende Konsum. Die verlogenste Zeit der Nächstenliebe des christlichen Abendlandes. In diesem Sinn. Frohe Weihnachten und einen guten Flug! „Oh my God!“ Rikscha fahren – immer ein Vergnügen.

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    Sicherheit

    Wegen möglicher Sicherheitsrisiken werden zukünftig die hinteren Sitze der SUV´s gesperrt. Durch die Reduktion des Gewichts dieser Autos wird der Reifenabrieb sowie der unangemessen hohe Kraftstoffverbrauch gemindert. Die Hoffnung sei, das Problem der Ressourcenverschwendung damit zu beheben. Ebenso wird an dem ständig wachsenden Egoismus mancher Bevölkerungsgruppen und deren Geltungsbedürfnis geforscht. Die Hoffnung sei, bereits in der frühen Erziehung auf ein sozial- und umweltbewußtes Handeln der Menschen einzuwirken. Dann könnten die bisherigen Techniken wieder freigegeben werden. Rikscha fahren – immer ein Vergnügen.

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    Wer den Pfennig nicht ehrt…

    Seit Ewigkeiten wurden Rohstoffe wie Glas, Papier oder Eisen gesammelt. Als Kind im Westen bedeutete der Weg zum Schrottplatz ein kleines Zusatztaschengeld. Seit 2003 gibt es den Pfand auf Einwegflaschen. Dadurch – und durch die zunehmende Verarmung der Bevölkerung – ist in Berlin ein ganzer Berufszweig entstanden, den auch unsere Besucher deutlich wahrnehmen können, wenn der Fokus offen dafür ist. Gerade die Unwissenheit der ausländischen Touristen beschert den Flaschensammlern reiche Beute in der Innenstadt. Nun haben sich die Bierbrauer und zahlreichen Getränkefirmen überlegt auch diesem Berufszweig eine Lohnerhöhung zuzugestehen. Das Pfandgeld für Bierflaschen und Bierkästen soll deutlich erhöht werden. Jetzt müssen nur noch unsere Volksvertreter ihren Segen dazu geben und…

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    Wer ist hier bescheuert?

    Nachdem nun ein gewisser Herr Scheuer die Gehwege zu Spielplätzen mit gefährlichen Gegenständen umgewidmet hat, kommen nun weitere Ideen, deren Umsetzung nicht gelingen wird. Die Androhung von höheren Strafen für alles Mögliche wird nichts bewirken, weil es niemanden gibt der dies kontrolliert. Man muss schon sehr naiv sein um ernsthaft zu glauben, dass höhere Strafen Menschen in ihrem Verhalten ändern wird. Die neuen E-Roller jedenfalls darf man ab 14 Jahren fahren und muss (nach dem Gesetz!) die Fahrbahn oder den Radweg benutzen, was niemand tut. Damit würde Herr Scheuer motorisierte 14 Jährige ohne Führerschein und Helm schutzlos in den Berliner Autoverkehr zwingen. Dort Gnade ihnen Gott. Ob diese realitäts- und…

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    Lime on – Brain off

    Soso. Der Schnellschuss von unserem geliebten Herrn Scheuer hat auf Kosten der anderen Verkehrteilnehmer stattgefunden. Nun fahren die jungen Leute überall mit herum und haben Spaß! Gegen jede Regel! Unerhört! Aber: Es ist auch ein Vergnügen zu sehen wie einfach es ist, die Menschen mit einem neuen Spielzeug so richtig glücklich zu machen. Gleichzeitig ergibt sich damit aber auch eine wunderbare Übung für den Rest der Bevölkerung, nämlich Toleranz und Güte zu praktizieren. Nur Querulanten werden etwas dagegen unternehmen (wollen). Es ist wirklich erfrischend wieviel Fröhlichkeit einzieht in unsere Stadt mit so einer kleinen Sache. I love it! Weiter so Herr Scheuer. Aber wo bleibt die entsprechende Verkehrsstruktrur die dem…

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    Neusprech

    Neuprech heißt es in einem Buch. Spießer nennen es noch immer Jugendsprache. Eine Sprache die ausschließlich unter Jugendlichen gesprochen wird . Und auch nur in einem bestimmten Milieu. HIER können Sie sehen auf welchem Stand der Dinge es sich mit den Sprachgepflogenheiten verhält in unserem Lande. Ein Fest für Germanisten. Aber: In dem Maße wie wichtig heute das Äußere erscheint; es auf die Oberfläche ankommt, so furchtbar unwichtig scheinen heute die Rechtschreibung und jegliche Rechtschreibregeln zu sein. Ich finde es sehr spannend wie sich gerade sämtliche Medieninhalte verändern. Für mich ist es wie eine Art of „Vor- und Nach-Rezo-Zeit“. Plötzlich gelten vollkommen andere Gesetze und dabei sehen die „althergebrachten“ Parteien…

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    Keine Termine und leicht einen sitzen

    Heute wäre Harald Juhnke 90 Jahre geworden. Immerhin ist er 75 Jahre alt geworden, was für einen Süchtigen schon sehr beachtlich ist. Wenn Sie auch so alt werden wollen obwohl Sie zuviel trinken, empfehle ich dieses Programm. Es funktioniert. Lange Jahre dachte ich als Kiffer etwas Besseres und ungefährdet zu sein – ein fataler Irrtum. Kiffen zerstört die Seele und den Geist genau so gut wie Alkohol. Man wird einfach vollkommen bescheuert und merkt es noch nicht einmal. Rikscha fahren – immer ein Vergnügen.

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    HONK´s new qualitity land (HQL)

    Der König und der vergiftete Brunnen Es war einmal ein König, der lebte in seinem Schloss auf einem hohen Berg. Der König war sehr beliebt bei seinem Volk. Jeden Tag brachten ihm die Leute aus der Stadt schöne Geschenke, und der Geburtstag des Königs wurde im ganzen Land gefeiert. Die Leute liebten den König, denn er war weise und gerecht. Eines Tages geschah ein Unglück. Alle Brunnen im Lande wurden vergiftet, und alle, die daraus tranken, wurden verrückt. Nur der König, der einen eigenen Brunnen besass, blieb verschont. Bald danach fingen die verrückten Leute im ganzen Land an zu tuscheln: ‘Wie seltsam ist doch unser König. Er ist überhaupt nicht…

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    Hauptbahnhof olé

    Kommt der werte Leser am Hauptbahnhof an, so ist er oft überfordert mit den vielen Einflüssen, den Geschäften und Menschen. Vor allem mit dem Finden des Weges. Beide Seiten des Gebäudes sehen genau gleich aus und deutliche Hinweisschilder wo sich was befindet fehlen komplett. So irrt der Passagier hilflos umher auf der Suche nach dem richtigen Ausgang. Oder aber man/frau wartet auf den Anschlusszug. Nur gibt es dafür überhaupt keinen Raum. Für Raucher befindet sich die Wartezone vor einer der beiden Eingänge an den dort befindlichen stylischen Aschenbechern, welche stets qualmen und einen beißenden Gestank verbreiten. Als Unterhaltung gibt es zahlreiche Bettler die versuchen einem Geld für eine Obdachlosenzeitung, Hilfsprojekte…

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    Land des Lächelns

    Neulich fand ich einen netten Artikel in der Berliner Zeitung. Dort wurde uns Berlinern geschmeichelt. Den meisten Berlinern wurde ein gewisses Maß an Intelligenz bescheinigt. Wenn dann demnächst wieder Rikscha gefahren wird, achten Sie darauf einen wirklich witzigen oder wenigstens ortskundlichen Fahrer zu finden der diese Fahrt zu einem schönen Erlebnis macht, dass seinen Preis auch wert ist. Fallen Sie nicht auf irgendein falsches Grinsen herein. Sollten Sie an einen Rikschafahrer geraten der Sie lediglich stumm oder dümmliche Witze erzählend von A nach B bringt, so hilft Ihnen diese neu APP – weiter… wirklich gut.

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    Schöne neue Welt

    Wer das Buch 1984 von George Orwell gelesen hatte, kann heute nur müde lächeln über die damalige Vorhersage einer Diktatur. Über die Naivität der heutigen Gesellschaft und die leichtfertige Gewöhnung an niedrigste Verhaltens- Lohn- und sonstige Standards kann der Autor dieser Zeilen jedoch nur weinen…  

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    Mädchen aus Ost-Berlin

    Manchmal habe ich Begegnungen, die tiefer gehen. So geschehen gestern vor dem neuen Mercedesplatz. Es ist wirklich gut, dass uns schon so lange die Mauer nicht mehr trennt! Bald sind es 29 Jahre! Dazu passt sehr gut die Geschichte eines guten Freundes.

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    Schöne Töne in D-Moll

      30 Jahre Einheit und Gleichheit und Brüderlichkeit. Vor dieser Zeit gab es wirklich schöne, handgemachte Erkennungmelodien. Können Sie sich daran erinnern? Als es noch Pausen- und Pausenzeichen in der Medienlandschaft gab? Lang ist´s her! Also – mach mal Pause! Heute:

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    Weltstadt Berlin

    Einer unserer bekanntesten Berliner Künstler ist wohl Frank Zander („Hier kommt Kurt“). Nun hat er sich einer Kooperation hingegeben die unbeabsichtigt das Alltagsniveau in Berlin aufzeigt. Als Knüller ist er zur Eröffnung eines Imbisses am „Kurt-Schuhmacher-Damm“ gekommen. Also allet rischtisch jemacht. Gleich um die Ecke wurde früher das „Deutsch-Französische-Volksfest“ veranstaltet. Rummelplatz-Charme at it´s best. Guten Appetit!

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    Respect

    Meine Seele hat es eilig ​​Ich zählte meine Jahre und entdeckte, dass mir weniger Lebenszeit bleibt als die, die ich bereits durchlebte. ​Ich fühle mich wie jenes Kind, das eine Packung Süßigkeiten gewann: Die ersten aß es mit Vergnügen, doch als es merkte, dass nur noch wenige übrig waren, begann es sie wirklich zu genießen. ​Ich habe keine Zeit mehr für unendliche Konferenzen, wo man Statuten, Normen, Verfahren und interne Vorschriften diskutiert; wissend, das ​nichts erreich​t wird. ​Ich habe keine Zeit mehr, absurde Menschen zu ertragen, die ​ungeachtet ihres ​Alters nicht gewachsen sind. ​Ich habe keine Zeit mehr, mit Mittelmäßigkeiten zu kämpfen. Ich will nicht in Versammlungen sein, wo aufgeblähte…

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    Heimat

    Auf den Weg machen von Moabit nach Lankwitz. Moabit. Finster ist es. Nicht bedrohlich. Urvertrauen. Oma und Opa sind auch dabei. Die Beusselstraße hoch. S-Bahngeruch, Braunkohle, Osten. Umsteigen Papestraße – rennen durch die langen, stummen Tunnel der Vergangenheit. Den Anschluss trotzdem fast immer verpassen… Einsame Holzbänke auf dem einsamen Bahnhof. Berge von Kohle. Senatsreserve. Warten. Nur wenige Minuten bis HEIMAT. Lichterfelde-Ost. Licht.    

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    Scenes of Migration

    Während sich gestern die großen Kinder der Koalition weiter gestitten haben und dabei jede Menge Journalisten vor der Türe der CDU-Zentrale stundenlang auf ein Ergebnis warten ließen, wurde tagesaktuell ein sehr passendes Theaterstück direkt an der Weltzeituhr des Alexanderplatzes auf geführt. Die Veranstalter hatten sich spontan entschlossen den Ort der Aufführung von Hohenschönhausen an den Alex zu verlegen, um damit – gerade an diesem Tag – auf die Inhumanität von Europa hinzuweisen. Eine wunderbare Inszienierung, die gerade ohne Kulissen beeindruckensd daher kam. Leider nicht gerade stark beachtet. Höchstens 50 Menschen sahen zu. Die meisten Touristen haben es halt eilig. Foto machen und weiter… Nur ein sehr verbissener Mensch musste sich …

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    HONKS

    Der Winter ist vorbei und so kommen die Rikschafahrer wieder zusammen um gemeinsam – sozusagen als Gemeinschaft – zu arbeiten. Manche Fahrer sind aber leider deratig primitiv, dass sie lieber mit Gewalt drohen oder sogar tatsächlich zuschlagen anstatt zu reden. Also, vertrauen Sie ihrem Gefühl, dann finden Sie mit Sicherheit genau den richtigen Rikschafahrer für gehobene Ansprüche. Den besten Service erhalten Sie immer bei den Fahrern der Original-China-Rikschas. Also dann, wir freuen uns auf Sie:  

  • Tagebuch

    Ich bin Sebastian Berlin

    In stiller Trauer Anna Bagratuni (Ukraine) Georgiy Bagratuni (Ukraine) Sebastian Berlin (Deutschland) Nada Cizmar (Tschechische Republik) Fabrizia di Lorenzo (Italien) Dalia Elyakim (Israel) Christoph Herrlich (Deutschland) Klaus Jacob (Deutschland) Angelika Klösters (Deutschland) Dorit Krebs (Deutschland) Lukasz Urban (Polen) Peter Völker (Deutschland)       gestorben im Dezember 2016 in Berlin Die Chronik

  • Tagebuch

    Barbara

    In Berlin gibt es viele süchtige Menschen. Viele der obdachlosen Menschen sind nur ein kleiner Teil davon. Der weitaus größere Teil bleibt unsichtbar. Ende 1975 traf der damalige Chef des Jüdischen Krankenhauses – Prof. Dr. Lothar Schmidt – einen Freund der gerade zu einem AA-Meeting ging. Er begleitete ihn dorthin und wunderte sich über die Offenheit und Ehrlichkeit der Menschen dort. Dieses einfache Programm aus den U.S.A. verhalf offensichtlich vielen der anwesenden, komplizierten Alkoholikern zur Abstinenz. So führte er dieses Programm als einer der ersten Ärzte in sein Berliner Krankenhaus ein. Deswegen war „Das Jüdische“ lange Jahre eine Instanz und die beste Einrichtung für eine Entgiftung in Berlin. Dort arbeitete…

  • Tagebuch

    Jonny K.

      Gestern vor 5 Jahren wurde Jonny am Alex erschlagen. Die Täter sind frei und rühmen sich mit ihrer Tat. Die allgemeine, gesellschaftliche Verrohung schreitet voran. Hilflose Personen werden liegen gelassen, Zivilcourage wird oft genug bestraft. Trotzdem kämpft Tina, die Schwetser von Jonny unermütlich dafür zukünftig einzuschreiten bei Gewalt und nicht wegzuschauen. Nur im Moment hat sie anderes zu tun. Sie erwartet in diesen Tagen ihr erstes Kind. Und sie sieht total glücklich aus dabei. Es kamen einige Menschen zusammen um an Jonny zu denken – NICHT an die Täter. Und es gab nur wenige egoistische Fahrradfahrer, die mit Scheuklappen laut klingend auf ihr Recht bestanden den Radweg vor dem…

  • Tagebuch

    Urumqi – Hamburg

      Ein Tag in der Rikscha ist immer voller Begegnungen. So kam ich heute am Hotel „Westin Grand“ an. Vor der Türe standen zwei Jeeps mit mutmaßlich chinesischem Kennzeichen, welche mir schon Tags zuvor auf der Friedrichstraße aufgefallen waren. Ich fotografierte diese Autos und dabei kam einer der Begleiter der russischen Reisegruppe zu mir. Er ist seit fast 50 Tagen mit 6 Personen in 2 Fahrzeugen von China hierher unterwegs gewesen. Scheinbar nicht ganz arme Menschen hatten sich diese Reise geleistet und waren nach 6.500 km hier in Berlin nun fast am Ziel angekommen und im o.g. Hotel abgestiegen. Was es so alles gibt. Hier können Sie diese Reise buchen.…

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    Kino im Zentrum

    Der Sommer ist da – endlich. Nun kann man auch die vielen Freiluftkinos besuchen ohne zu frieren. Das Kino mit der beeindruckensten Kulisse befindest sich am Potsdamer Platz. Im Kino am Kulturforum gibt es ein abwechslungsreiches Programm und noch die schönste Aussicht gratis dazu. Bald folgen dann jahrelange Bauarbeiten… Wer es noch gemütlicher haben möchte nimmt sich eine Decke, ein Kissen und ein Getränk mit, setzt sich auf die Wiese vor der St. Matthäus-Kirche und kann von dortaus, den Film kostenfrei von der Rückseite der Leinwand aus sehen. Solche Plätze gab es schon früher in den Berliner Kinos. Es waren die Plätze für die armen Leute, die dort für den…

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    Moral II: Ehrlich währt am längsten?

    Der RBB meldet: „Mann gibt Goldbarren zurück. Ein 56-jähriger Hartz-IV-Empfänger gab den wertvollen Fund vollständig bei der Polizei ab.  Der Finder selbst lebt nur von ein paar hundert Euro im Monat – gefunden hat er Gold und Bargeld im Wert von mehr als 40.000 Euro. „Das gehört mir nicht. Das habe ich nicht verdient, sondern ein anderer. Das steht mir nicht zu“, sagte Y. dem rbb. „Mein Herz hat mir gesagt, dass das Gold nicht meins ist.“ Durch Dokumente und weitere Gegenstände in der Mappe ließ sich der Eigentümer laut Polizei recht schnell ermitteln. Als dieser die Sachen dann wenig später im zentralen Fundbüro in Tempelhof abholte, erklärte der 70-jährige…

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    Kudamm

    Gestern traf ich einen Menschen aus alten Kudamm-Tagen. Tommy war der Geschäftsführer von ZIP Records – DEM Schallplattenladen Berlins. Später arbeitete er bei WOM. Wer kennt diesen Laden noch? Wir unterhielten uns zwar nur kurz, waren uns aber sofort einig, dass sich unsere Welt sehr zum Nachteil verändert hätte. Und dass wir das Glück gehabt hätten in einer Zeit des Wachstums, der Berlinzulage und einer einigermaßen zivilisierten Gesellschaft gelebt und gearbeitet zu haben. Und wir waren uns auch einig, dass es viele falsche Vorbilder gibt in diesen Tagen. Dann steig Tommy in der M19, winkte mir freundlich zu und ging seiner Wege. Gott beschütze Thomas und die Unseren die diese…

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    Nette Menschen braucht das Land

    Guten Abend Herr Hellebrand, im Nachgang zu unserem sehr netten Kennenlernen auf der Tiergartenstraße am vergangenen Donnerstag wollten meine Tochter, ich und Mr. Big uns ganz kurz bei Ihnen auf diesem Wege melden: Es hat uns sehr gefreut, Ihre Bekanntschaft zu machen und wir haben es sehr geschätzt, dass Sie uns so nett zur Seite gestanden haben, obwohl Sie wussten, dass Sie mit uns zu diesem Zeitpunkt kein Geschäft machen konnten, da wir zu Fuß an den Wittenberg Platz über den „Großen Weg“ gehen wollten. Dank Ihrer Hilfe und Ihrem Tiergartenplan ist es uns auch gelungen, ohne uns zu verirren unser Ziel zu erreichen. Herzlichen Dank nochmals! Ohne Umschweife können…

  • Tagebuch

    Mutige Menschen braucht das Land

    Vor vielen, vielen Jahren schrieb eine verbitterte Kollegin in der TAZ: „Rikschafahrer hätten alle einen an der Waffel.“ Das ist eine steile These, die meines Erachtens am meisten für sie selbst spricht. Tatsache ist aber, dass die guten Rikschafahrer/innen sehr lebendig sind und das Smartphone in Punkto Informationen und Entertainment bei Weitem überbieten können. Nur wenige wissen überhaupt nicht Bescheid über unsere Stadt, machen nur Taxifahrten, erzählen nur Blödsinn oder können sich nicht benehmen. Die ehrlichen Fahrer/innen stehen zu ihrer Arbeit, müssen nichts erfinden und bieten Ihnen ein spaßiges Erlebnis an der frischen Luft und eine wunderbare Perspektive auf unsere Stadt. Und dies tun sie so gut sie eben können…

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    Lethargie im Hansaviertel

    Manchmal irren kleine Gruppen von Touristen in meiner Wohngegend umher. Meistens sind es Italiener, die in ihrem Reiseführer vom berühmten Hansaviertel gelesen haben. Hier angekommen staunen sie dann nicht schlecht wie langweilig es hier ist. Außer dem Baumkuchencafe an der Ecke mit Dampferanlegestelle und einer Currybude (beide leben bestens von den Touris!) gibt hier aber auch überhaupt nichts Interessantes zu entdecken. Es sei denn, man wohnt hier. Dann erschließen sich manche Dinge besser. Zu scheinbar festgelegten Zeite sitzen auf meinem Hinterhof einige Mieter mit Thermokaffeebechern und/oder Bierflaschen auf billigen Plastikstühlen an einem Tisch mit einer bunten Plastikdecke und schimpfen über die Ausländer, die Regierung, oder über Irgendetwas anderes. Besserwissen – des Berliners…

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    Volksbühne Berlin

    Der Senat von Berlin hat beschlossen wieder eine Legende Berlins sterben zu lassen. Am Sonntag wird zum letzten Mal ein Marthaler Stück an der VB gegeben. Dann ist die spannenste Epoche dieses Theaters Geschichte. Nach der Sommerpause folgt – folgerichtig für diese Zeit – eine Kommerzbühne. Das Ensemble und die Familie waren entsetzt. Die Berliner ebenso. Frank macht weiter und geht zum BE. Danke an alle Mitstreiter.   Rikscha fahren – immer ein Vergnügen.

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    Rolling Stones doch in Berlin

    Pssst! Wie gemunkelt wird, wird das 1969 vom RIAS angekündigte Konzert der Stones auf dem Dach des Springer Hochhauses in diesem Jahr – 48 Jahre später als geplant – doch noch stattfinden. Es wird wieder ein GEIHEIMKONZERT sein. „Und weil sie nun zig- Millionäre sind und weil es ihnen so großen Spaß macht, spielen sie dort für umsonst…“ Spät, aber nicht zu spät! Rock ´n Roll? 1969 Tickets (1.275€) Rikscha fahren – immer ein Vergnügen.

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    Jaki Liebezeit

    Bevor ich mich der New Wave Pop Musik hingab, gab es durchaus einige Vorbilder, welche mich prägten und auch später in der Band inspirierten. Ganz vorne dabei waren CAN und NEU. Nun ist ein Musiker aus dieser Zeit von uns gegangen. And you’re just another hero riding through the night Riding through the city Honey went to Norway, to Norway And you’re just another hero riding through the night Riding through the city, trying to lose your mind Oh, another hero, another hero And you’re just another hero trying to lose your mind Riding through the city, trying to lose your mind Your Honey went to Norway, hero, hero And…